Stadt kontaktiert DSL-Anbieter für schnellere Internet-Leitung

WERNE Die Horster Bürger dürfen hoffen, dass die lange Leitung bei ihren Internet-Zugängen demnächst durch das schnelle DSL ersetzt wird. Förderrichtlinien des Landes zur Vorsung auch des ländlichen Raumes gelten inzwischen. Die Stadt hat daher Kontakt zu Anbietern aufgenommen. Doch kommt auch wirklich Fördergeld vom Land?

von Von Rudolf Zicke

, 08.10.2008, 15:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein so genannter DSL-Splitter rückt für die Horster in greifbare Nähe.

Ein so genannter DSL-Splitter rückt für die Horster in greifbare Nähe.

Deshalb habe der Kommunalbetrieb Initiative ergriffen, Vorgespräche mit der Bezirksregierung geführt und alle Telekommunikkationsunternehmen angeschrieben. Denn um in den Genuss der Förderung zu kommen, müsss das „Marktversagen“ festgestellt werden. Das heißt: Nur wenn alle Telekommunikationsunternehmen erklären, sie würden in Horst „auf eigene Rechnung“ keine DSL-Infrastruktur schaffen, weil es sich nicht lohne, könne ein Landeszuschuss beantragt werden.  

„Nach unseren bisherigen Erfahrungen gehen wir davon aus, dass niemand bei etwa 100 Internet-Nutzern von sich aus Horst mit DSL zu verkabeln will“, so Wagner – es sei den Land und Stadt würden die finanzielle Unterdeckung bei den notwendigen Investitionen tragen.  Nun wartet Wagner auf die Angaben der Firmen über die Höhe des erwarteten Defizits und damit den Anteil, den Stadt und Land auffangen müssten.  

Dr. Ralf Wagner selbst schätzt die Unterdeckung auf etwa 100 000 Euro. Landesförderung beliefe sich dann auf 40 000 Euro, die Stadt müsste etwa 60.000 Euro aufbringen. „Das ist natürlich kein Pappenstiel“, meint Wagner; deshalb müsse am Ende die Politik die Entscheidung treffen.

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