Startschuss ist gefallen: Die ersten Kraniche sind über Werne gezogen

rnVogelzug

Das Naturschauspiel beginnt: Mit einem ohrenbetäubenden Lärm sind am Montag die ersten Kraniche über Werne hinweg Richtung Süden gezogen. Es war der Startschuss für weitere Zugvögel.

Werne

, 07.10.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es ist wie auf einer Autobahn. Immer wieder nehmen Kraniche dieselbe Strecke, um in die Wärme zu fliegen. „In Werne haben wir das Glück, dass wir genau in der Einflugschneise in Richtung Süden liegen“, sagt Klaus Nowack, Ornithologe aus Werne.

Der Startschuss ist am Montagmittag, 7. Oktober, gefallen. „Das war der erste Tag, an dem man etwa 10 bis 50 Kraniche über Werne beobachten konnte. Jetzt kann es sich nur noch um Tage handeln, bis es richtig losgeht“, so Nowack weiter. Damit meint er die großen Züge, die sich wohl bis Ende Oktober auf den Weg machen werden.

Tausende Kraniche warten auf den Abflug

Die Kraniche, die auch über den Werner Marktplatz mit den typischen Lauten geflogen sind, seien die ersten ihrer Art, die in kleinen Gruppen gen Süden fliegen.

Nowack, erklärt, dass etwa 24.000 in Stralsund und 36.000 Kraniche in Berlin in ihren Rastplätzen nur darauf warteten, Richtung Süden zu starten.

Startschuss ist gefallen: Die ersten Kraniche sind über Werne gezogen

Kraniche rasten immer seltener in Werne. Denn die Rastplätze, etwa die Rieselfelder, sind zu trocken. © dpa

Gewisses Wetter nötig

Den Zeitpunkt ihrer Reise nach Spanien oder Portugal wählen die Tiere bewusst aus. „Sie brauchen eine gewisse Thermik. Das heißt, sie fliegen bei Sonnenschein und kühleren Temperaturen. Sie können auch nachts losziehen“, sagt Nowack.

Einige Tiere überwintern in Deutschland. In Werne allerdings sieht man die Kraniche immer seltener am Boden. „Leider fehlte in den letzten zwei Jahren das Wasser. Deswegen kommen weniger runter zum rasten“, so Nowack.

Startschuss ist gefallen: Die ersten Kraniche sind über Werne gezogen

Die ersten Kraniche sind in Richtung Süden gestartet. In den kommenden Tagen werden weitere Tiere folgen. © Klaus Nowack

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