Stolper-Start für die Innenstadtsanierung in Werne

Kanalbauarbeiten Bonenstraße

Erst zwei Tage Dauerregen. Dann ein Wasser-Durchbruch. Die Sanierung in der Werner Innenstadt hat einen Stolper-Start hingelegt. Teile der verlegten Wasserleitungen sind gar nicht in den Plänen eingezeichnet. Und dann macht ein großes Stück Metall die Arbeiten noch umständlicher.

WERNE

, 27.07.2017, 18:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Ich zeige Ihnen mal, welche Überraschungen es geben kann.“ Wilko Böcker, Kanalexperte der Stadt, führt die Medienvertreter zur brachliegenden Baugrube zwischen Ueter und Düt und Dat. Auf den ersten Blick ist der Grund für den Baustopp an dieser Stelle nicht auszumachen. Erst als Böcker mit einem Stein gegen das besagte Objekt schlägt, erklingt ein metallener Ton. „Hier hat man offenbar einfach eine Spundwand zur Abstützung der Baugrube für die Tiefgarage im Boden gelassen.“

Böcker und Gisbert Bensch vom Tiefbauamt entschieden, erst einmal die Finger von der Wand zu lassen und sich dem dringenderen Problem vor dem ehemaligen Wäschehaus Kroes zu widmen. Dort war bei dem starken Regen Anfang der Woche plötzlich eine kleine Fontäne durchs Pflaster gebrochen. Vermutung: ein nicht korrekt an den Kanal angeschlossenes Regenfallrohr.

Es hatte Priorität, das anzuschließen und gleich in dem Bereich den neuen Hausanschluss zu legen. Dumm nur: „Hier verlaufen viele Leitungen, zum Teil auch welche, die gar nicht auf den Plänen eingezeichnet sind“, sagt Gisbert Bensch.

„Es lauern überall Überraschungen“

Also müssen die Arbeiter vorsichtig und umständlich vorgehen. Aber ein Ende ist an dieser Stelle abzusehen: „Wir rechnen am Freitag damit, diese Grube schließen zu können und machen bei Ueter weiter“, zeigt sich Böcker optimistisch.

Dort versuchen sich die Bauarbeiter dann ab Freitag, vorsichtig zwischen Spundwand und Tiefgarage in die Erde zu graben, um an den Hausanschluss zu gelangen. Die große Krux der Kanalsanierung in der Bonenstraße: Längst nicht alle Kanäle und Leitungen sind korrekt eingezeichnet. „Es lauern überall Überraschungen“, sagt Böcker: „Das hält einfach auf.“

Knotenpunkt muss als erstes abgearbeitet werden

Er rechnet damit, dass diese Problemzone bis Ende nächster Woche entschärft ist. In der übernächsten Woche könnte es dann parallel mit zwei Bautrupps in der Gasse Kirchhof und an der Bonenstraße weitergehen. Den Knotenpunkt zwischen Ueter, Düt und Dat und der Gasse Kirchhof müsse man erst einmal abgearbeitet haben, sagt Gisbert Bensch: „Fußgänger können dort zwar passieren, aber Autos kommen nicht an der Baustelle vorbei.“ Zwar sei die Anlieferung aller Geschäfte gewährleistet, aber eben aus unterschiedlichen Richtungen.

So habe man beispielsweise dafür gesorgt, dass Krankenwagen die Arztpraxis Rath in der Gasse Kirchhof für diese Zeit über den Kirchplatz ansteuern können.

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