Strammes Marschtempo bei mehr als 30 Grad – das war die Fußwallfahrt 2019

Feuerwehr kühlt

Die Fußwallfahrt nach Werl sorgte in diesem Jahr für besonders qualmende Füße und viel Schweiß auf der Stirn. Zum Glück gab’s aber die Feuerwehr Werne.

Werne

, 26.08.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Strammes Marschtempo bei mehr als 30 Grad – das war die Fußwallfahrt 2019

212 auf dem Hin- und 89 auf dem Rückweg trotzten bei der Fußwallfahrt nach Werl 2019 den heftigen Temperaturen. © Bernd Heimann

Die Wallfahrt nach Werl findet immer am letzten Wochenende der Sommerferien statt. Dieses Jahr an einem besonders heißen Wochenende mit Temperaturen jenseits der 30 Grad. Dennoch marschierten 212 Pilger auf dem Hin- und 89 auf dem Rückweg mit.

„Diese Relation ist schon seit Jahren üblich“, sagt Bernd Heimann vom Wallfahrtsausschuss auf Anfrage der Redaktion. „Es sind die richtig Fitten, die auch den Rückweg in Angriff nehmen“, sagt Heimann.

Strammes Marschtempo bei mehr als 30 Grad – das war die Fußwallfahrt 2019

Kurzer Halt im Schatten für Gebet und Lieder. © Bernd Heimann

Denn schon der einfache Weg ist kein Zuckerschlecken. Samstagmorgen, 24. August, starteten 212 Männer und Frauen gegen 6 Uhr ab der Klosterkirche Richtung Werl. Die 32 Kilometer legten sie in strammem Tempo zurück.

Hitze macht die Fußwallfahrt besonders anstrengend

„Dieses Jahr war es schon ganz schön anstrengend wegen der Hitze“, sagt Heimann und sinniert: „Vielleicht hätten wir noch mehr Trinkstationen anbieten müssen.“ Die Strecke ist aufgeteilt in drei Stücke von jeweils gut zehn Kilometern mit zwei längeren Pausen. Auf den einzelnen Stücken gibt‘s „pro Abschnitt zwei bis drei Trinkstationen“, so Heimann.

Strammes Marschtempo bei mehr als 30 Grad – das war die Fußwallfahrt 2019

Das Kreuz weist den Weg Richtung Werl. © Bernd Heimann

Die Hitze sorgte am Samstag dafür, dass der „Besenwagen“, auf dem man ein Stück mitfahren kann, besser genutzt war als in anderen Jahren. Bernd Heimann: „Als wir in Werl ankamen, war schon von dem ein oder anderen zu hören: ‚Jetzt reicht‘s auch‘.“

212 auf dem Hin-, 89 Fußwallfahrer auf dem Rückweg

Während es rund 120 Pilgern reichte, nahmen 89 am Sonntag, 25. August, den Rückweg unter die Fußsohlen. Bei noch etwas heißerem Wetter als am Samstag. Um den Marschierern etwas Erleichterung zu verschaffen, „hat der Wallfahrtsausschuss kurzerhand Kontakt zur Freiwilligen Feuerwehr in Werne hergestellt“, erzählt Wallfahrtsleiter Heinz Abdinghoff auf Anfrage der Redaktion.

Nachdem einige organisatorische Fragen geklärt waren, rückte die Wehr nach Hamm-Wiescherhöfen aus und baute eine mobile Berieselungsanlage auf. Als die erhitzten Pilger heranmarschierten, hieß es „Wasser marsch“ und auf die Marschierer ging eine kühlende Dusche herab. „Das war gut“, sagt Heinz Abdinghoff.

Strammes Marschtempo bei mehr als 30 Grad – das war die Fußwallfahrt 2019

Zwischendurch gab’s eine Abkühlung durch die Feuerwehr Werne. © Bernd Heimann

Nach dem Start am Sonntag um 12 Uhr erreichte der Pilgerzug gegen 20 Uhr planmäßig die Klosterkirche in Werne. „Dann feierten wir noch eine kurze Andacht, aber dann wollten die Leute auch nach Hause“, sagt Heimann: „Aber die Stimmung war toll und unterwegs hat alles gut geklappt.“

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Wahrscheinlich ging es dem ein oder anderen genau so wie dem erfahrenen Wallfahrtsleiter Heinz Abdinghoff: „Es ging gut zu laufen, aber ich habe schon schwere Füße.“

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