Streit um Umbaupläne für die Werner Innenstadt

Fußgängerzone

Zwischen Marktplatz und Bült mit einem Abstecher in die Klosterstraße soll in diesem Jahr die Fußgängerzone der Werner Innenstadt erneuert werden. Was aber genau zu machen ist, darüber gibt es unterschiedliche Auffassung. Wir zeigen einen Plan der Neuerungen.

WERNE

, 29.04.2015, 15:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Betreiber des Hotels Baumhove hätten gerne die Fortführung des Fußgängerzonen-Ausbaus bis vor ihr historisches Gebäude gesehen. Doch das könne erst in einem nächsten Schritt erfolgen, sagt die Stadt.

Die Betreiber des Hotels Baumhove hätten gerne die Fortführung des Fußgängerzonen-Ausbaus bis vor ihr historisches Gebäude gesehen. Doch das könne erst in einem nächsten Schritt erfolgen, sagt die Stadt.

Für Diskussionen sorgte die Ausbaugrenze in der Klosterstraße bereits in der Bürgerinformation im Januar 2015. Denn das Konzept von Stadtplaner Martin Rogge, das die Verwaltung unterstützt, sieht ein Ende des Fußgängerzonen-Ausbaus an der rückseitigen Grenze zwischen den Hotels Ickhorn und Baumhove vor. Damit war die Gastronomen-Familie Baumhove nicht einverstanden. Beide Fassaden, sowohl Ickhorn als auch Baumhove, seien historisch wertvoll. Daher sollte man die neue Fußgängern schon aus Gründen einer einheitlichen Optik vor beiden Hotel-Grundstücken neu gestalten.

Festhalten am Ursprungskonzept

Eine Argumentation, die auch die untere Denkmalbehörde unterstützt, so Gisbert Bensch vom Tiefbauamt. „Aber wir wollen an dem ursprünglichen Konzept des Stadtplaners festhalten.“ 

Das hat einerseits mit den Kosten zu tun. Andererseits verändert sich die Klosterstraße im Verlauf Richtung Kapuziner-Kloster. „Je weiter man kommt, desto mehr geht der reine Fußgängerzonen-Charakter verloren.“ Dies war auch für die Politik schlüssig. So erteilten die Vertreter im Stadtentwicklungs-Ausschuss am vergangenen Donnerstag Änderungen an der aktuellen Planung eine Absage.

Doch ganz vom Tisch ist das Thema für Bensch nicht: „Wir wollen diese Anregung aufnehmen.“ Er könne sich vorstellen, die weitere Gestaltung der Klosterstraße in den nächsten - dem dritten - Bauabschnitt der Stadterneuerung aufzunehmen. Allerdings müssen zunächst Fragen von Zuschüssen und Förderungen geklärt sein.

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Klar ist auch, dass dann das gesamte Reststück bis Südmauer/Kapuzinerkloster in Angriff genommen wird. Aber zunächst konzentriert sich das Tiefbauamt auf den Abschnitt zwischen Marktplatz und Bült. Bensch: „Ich denke, dass wir im Juli mit den Bauarbeiten starten können.“ Sechs Wochen Bauzeit sind etwa vorgesehen.  

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