Strobels im Solebad: Haben sich die Ängste der Nachbarn über Lärm bestätigt?

rnGastronomie im Solebad

Mit der Eröffnung des Solebads hat Werne auch eine neue Gastronomie bekommen. Das Strobels im Solebad sorgte für Sorgen bei den Anwohnern. Vier Monate später zeigt sich, ob diese berechtigt sind.

Werne

, 16.09.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In dem neuen Solebad Werne sind auch zwei Restaurants entstanden. Eine Gastronomie ist im Solebereich eröffnet worden. Diese ist ausschließlich den Gästen des Solebeckens vorbehalten. Das zweite Restaurant, es liegt direkt am Eingang des Bads, ist auch eine Anlaufstelle für Nicht-Badegäste. Vor allem der Biergarten ist oft gut besucht.

Beide Restaurants mit den Namen „Strobels im Solebad“ betreiben die Gastroprofis Björn Lepke und Falko Husmann. Die beiden sind auch für das „Strobels“, die Fußballkneipe neben dem Signal Iduna Park in Dortmund, verantwortlich.

Strobels im Solebad: Haben sich die Ängste der Nachbarn über Lärm bestätigt?

Die beiden Betreiber Björn Lepke (l.) und Falko Husmann sind für das Strobels im Solebad und das Restaurant am Dormunder Stadion verantwortlich. © Andrea Wellerdiek

Und genau das bereitete einigen Anwohnern Sorgen. Denn sie fürchteten, dass die Gastronomie im Solebad zu einer ähnlichen Event-Stätte mit entsprechender Lautstärke werden könnte. Doch bislang gab es keine Beschwerden wegen Lärmbelästigung, so Lepke.

Biergarten mit Nachtruhe

Schon vor der Eröffnung der Gastronomie versuchten die Betreiber, zu beschwichtigen. „Es wird keine Party geben. Das ist nicht angedacht und auch nicht darstellbar auf dieser Fläche. Um 22 Uhr wird der Biergarten aufgrund der Nachtruhe schließen“, erklärte Björn Lepke noch vor der Eröffnung.

Bei einem Grillabend habe man etwa 50 Anwohner persönlich über das neue Gastronomie-Konzept informiert, erzählt Lepke.

Sorgenvolle Nachbarn stellen Anfrage

Jetzt, gut vier Monate nach dem Betriebsbeginn, seien die Ängste der Nachbarn verpufft. Im Gegenteil. „Diejenigen, die erst skeptisch waren, fragen sogar selbst an, ob wir Fußball zeigen können“, erzählt Falko Husmann, neben Lepke der zweite Betreiber des Strobels‘ im Solebad.

Doch ein Sky-Abonnement wird es in der Gastronomie nicht geben. „Das Ganze muss sich auch wirtschaftlich darstellen lassen“, sagt Lepke. Bei einer Fußball-Weltmeisterschaft ist das aber anders. Die Spiele, die auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen laufen, werden künftig wohl auch im Strobels über den Bildschirm flimmern. Allerdings nur dort. Eine Leinwand werde man nicht installieren, erklärt Lepke.

Neue Events geplant

Die Bedenken, dass der Biergarten sich zu einer lauten Fußballkneipe wie etwa am Stadion in Dortmund entwickelt, haben sich nicht bewahrheitet. Man könne beide Restaurants generell nicht miteinander vergleichen.

„Wir sind keine Konzeptgastronomen, sondern Gastgeber. Wir passen uns an jedem Standort entsprechend an - ob das die hippe Bar für junge Leute oder ein ruhiges Café für Ältere ist“, erklärt Falko Husmann.

Nachdem die ersten Monate im Betrieb nun um sind, denken die Betreiber über kommende Events nach. Dabei setzen die Gastroprofis auf regionale, frische Gerichte zu besonderen Themen. Im Herbst soll es etwa ein Gänse-Essen geben, auch über ein Wintermenü denken die Gastronomen nach.

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