Täterinnen gingen professionell und mit Gewalt vor

14-jähriges Räuber-Duo

Beim Raub an einem Geldautomaten gingen die beiden 14-jährigen Täterinnen in neuer, brutalerer Art vor. Das ist einer der Gründe, warum ein Haftrichter das jugendliche Duo in U-Haft steckte.

WERNE

von Von Jörg Heckenkamp

, 30.05.2012, 06:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Polizei rät zu erhöhter Vorsicht am Geldautomaten.

Die Polizei rät zu erhöhter Vorsicht am Geldautomaten.

Holznagel: „Das ist schon ein professionelles Vorgehen, das man geübt haben muss.“ Letztendlich waren die Täterinnen nicht erfolgreich, das Opfer konnte die beiden mithilfe von Zeugen festhalten. Eigentlich gehört das Duo, das vermutlich von den Hintermännern der osteuropäischen Diebesbande vorgeschoben wurde, in ein geschlossenes Jugendheim für Mädchen. Holznagel: „Aber das gibt es nicht. So werden sie wohl erst Mal in U-Haft bleiben.“ 

  • Punkt 1: Die aus Osteuropa stammenden Mädchen hatten sich nach der Festnahme geweigert, auch nur ihren Namen zu nennen. Erst der polizei-interne Abgleich führte zur Identität und damit zu
  • Punkt 2: Die 14-Jährigen haben nicht nur am vergangenen Freitag den 68-Jährigen am Geldautomaten der Postbank Alte Münsterstraße (RN berichteten) beraubt. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie mit einer dritten Komplizin am 28. April in ähnlicher Weise die Vize-Bürgermeisterin Gudrun Holtrup (Foto) ausrauben wollten. Die hatte sich aber gewehrt und mit Hilfe von Zeugen die Täterinnen festgehalten und der Polizei übergeben.
  • Punkt 3: Es besteht Fluchtgefahr. Denn nach besagter Tat an Gudrun Holtrup hatte die Polizei die Minderjährigen in die Obhut des Jugendamtes gegeben. Doch sie entwischten schnell, setzten ihre kriminelle Masche fort. Allerdings brutaler als zuvor.
  • Punkt 4: Das professionelle, mittlerweile auch körperliche Vorgehen gegen die Opfer. Bei Gudrun Holtrup arbeiteten die Mädchen noch mit der Ablenkungsmasche. Bei der Tat am vergangenen Freitag setzten sie körperliche Gewalt ein. Ina Holznagel: „Die beiden warteten, bis ihr Opfer die Geheimzahl und einen Betrag eingegeben hatte.“ Genau in diesem Augenblick schubsten sie den 68-Jährigen zur Seite. Während die eine den Mann abblockte, änderte die andere den Betrag, vermutlich bis zur Höchstgrenze.

Holznagel: „Das ist schon ein professionelles Vorgehen, das man geübt haben muss.“ Letztendlich waren die Täterinnen nicht erfolgreich, das Opfer konnte die beiden mithilfe von Zeugen festhalten. Eigentlich gehört das Duo, das vermutlich von den Hintermännern der osteuropäischen Diebesbande vorgeschoben wurde, in ein geschlossenes Jugendheim für Mädchen. Holznagel: „Aber das gibt es nicht. So werden sie wohl erst Mal in U-Haft bleiben.“ 

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