Tanklaster verliert Tierfett - Kilometerlange Ölspur

Von Werne bis Lünen

Ein Tanklaster hat in Lünen eine größere Menge Tierfett verloren und dadurch für eine erhebliche Verunreinigung der Straßen gesorgt. Weil die Reinigungsarbeiten lange andauerten, kam es in der Umgebung der Kurt-Schumacher-Straße/Ecke Cappenberger Straße zu starken Verkehrsbehinderungen. Am Abend gab die Polizei die Straße wieder frei.

LÜNEN/WERNE

, 05.11.2015, 12:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der vollbeladene Tanklaster war auf dem Weg von einer Oldenburger Fleischfabrik zum Recyclinghof Remondis in Lünen. Wie Feuerwehreinsatzleiter Stefan Dörnbrack am Vormittag erklärte, sei ein Deckel am Tank nicht ordnungsgemäß verschlossen gewesen. Der Fahrer selbst hatte am Morgen die Polizei gerufen, nachdem er festgestellt hatte, dass der Tanklastzug seine Ladung verliert.

Der Tanklaster war zuvor über die A1 von Werne Richtung Lünen gefahren, die Autobahn hat er an der Abfahrt Hamm-Borken/Werne von der Autobahn verlassen. Die Polizei ist diese Strecke bereits abgefahren, um das Ausmaß der Ölspur abschätzen zu können. Den Beginn konnte man am Kreisel Wahrbrink in Werne ausmachen. Bis zur Kurt-Schumacher-Str./Ecke Cappenberger-Str. finden sich immer wieder Spuren von Tierfett. Den größten Schaden konnte die Polizei an der Straße Am Gerlingsbach feststellen. Hier verlor der Lastwagen besonders viel Fett.

Radfahrer besonders gefährdet

Autofahrer sind angehalten, sich vor allem an Ampeln und Kreuzungen auf dieser Strecke achtsam zu verhalten. Vor allem Radfahrer seien gefährdet. Die glatte Fahrbahnoberfläche könne zu lebensgefährlichen Stürzen führen, erklärte am Donnerstag ein Sprecher der Polizei.

Die Feuerwehr Lünen ist bereits seit kurz nach 9 Uhr mit sieben Einsatzkräften vor Ort, um erste Sicherungsmaßnahmen auszuführen. Inzwischen sind beide Fahrbahnspuren auf der Karl-Schumacher-Straße betroffen. Bislang ist nur die rechte Fahrbahn gesperrt. Eine Sperrung beider Fahrbahnspuren ist jedoch nicht auszuschließen.

Die Polizei und Feuerwehr versuchen, den Verkehr aufrecht zu erhalten. Es kann im Laufe des Tages jedoch zu weiteren Sperrungen auf der gesamten Strecke kommen. Die Arbeiten dauern wahrscheinlich bis zum Nachmittag an.

Bindemittel nur begrenzt wirksam

Die Feuerwehr versucht derzeit, den Schaden mit einem Öl-Bindemittel zu begrenzen. Dieses Bindemittel ist jedoch nicht dazu geeignet, das Problem vollständig zu beheben. Es sorgt derzeit dafür, die Fahrbahnoberfläche abzustumpfen, um sie einigermaßen befahrbar zu machen. Spült man das Bindemittel mit Wasser ab, wird die Oberfläche wieder glatt.

Man warte hier bislang noch auf die Rückmeldung vom Ordnungsamt Lünen, um in Zusammenarbeit mit dem Entsorgungsunternehmen Remondis mit einer großflächigen Reinigung zu beginnen, teilten die Einsatzkräfte mit. Mit warmen Wasser sollen die Straßen so abgespült werden, dass die Poren gereinigt und die kontaminierte Oberfläche vollständig vom Öl befreit werden.

Die Reinigungsarbeiten sind aufwändig und dauern zur Zeit an.

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