Tausende feiern auf der Grillwiese am Cappenberger See

1. Mai

Gute Stimmung, rauchende Grills und lautstarker Trubel: Auf der Grillwiese am Cappenberger See haben wieder Tausende Besucher den Mai gefeiert. Und mittendrin Lünens Bürgermeister, der ein Versprechen einhielt.

LÜNEN

01.05.2012, 18:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Außer Janna und Nicky waren Tausende gekommen, genaue Zahlen gab es gestern nicht. Die Polizei meldete gegen 14 Uhr etwa 3000 Besucher, Tendenz steigend; die Stadt schätzte die Zahl der Besucher gegen 18 Uhr auf rund 4500.Es ist traditionell ein halbwegs geordnetes, lautstarkes Chaos – es gibt ebenso viele Lautsprecher, die das Grün beschallen, wie Grills. Es raucht überall, man muss aufpassen, wohin man tritt, die Feuerstellen sind einfach auf dem Boden. Die Einsatzkräfte – die Stellung auf dem Freibadgelände bezogen haben – sind beschäftigt.

Auch die medizinische Betreuung ist gefragt, aber nichts von Bedeutung, heißt es am Nachmittag. Bis 18 Uhr hat das DRK 52 Mal medizinische Hilfe geleistet, fünf Mal fuhr der Rettungswagen vor. Janna und Nicky haben an alles gedacht, was man hier zum Glücklichsein braucht: zu essen, zu trinken, ein Stuhl, eine Decke. Die Wiese im Hauptgedränge mutiert inzwischen zum Sumpfgelände. Wer sich auskennt, hat auf seinem Bollerwagen auch noch eine Plastikplane hier hin transportiert. Wer keinen Bollerwagen hat, dem tun Einkaufswagen gute Dienste.

 Gegen 15 Uhr macht Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick sein Versprechen wahr und folgt der Einladung eines Jugendlichen, die der spontan im Rathaus ausgesprochen hatte. Es dauert eine Minute, bevor der erste Jugendliche ihn erkennt, andere folgen. Für manche ist er „Bürgermeister“, andere nennen ihn einfach „Stodollick“, andere rufen Willi. Der Mann, dem diese Rufe gelten, reagiert auf alles, wird vom Bürgermeister für kurze Zeit zum Fotomodell.

Ihn beeindrucken die Transportmittel der Jugendlichen: „Da sieht man doch gleich, wessen Vater Schlosser oder Schreiner ist“, sagt er. Vor vier Jahren war er schon einmal hier, damals allerdings nicht als Bürgermeister, sondern als Vater, um seinen Sohn nach Hause zu begleiten.  

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