Tierquäler-Skandal: SPD will Video-Überwachung ermöglichen

„Verstörend und widerwärtig“

Als „verstörend und widerwärtig“ wertet die Kreis-SPD die Video-Aufnahmen von brutaler Gewalt gegen Tiere in Werne. Sie fordert verbesserte Instrumente für die Aufsichtsbehörden.

Werne

, 02.08.2021, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Männer gehen bei der Verladung der Tiere brutal vor, ziehen Tiere, die schon am Boden liegen, mit einer Seilwinde auf den Hänger.

Die Männer gehen bei der Verladung brutal vor, ziehen Tiere, die schon am Boden liegen, mit einer Seilwinde auf den Hänger. © Soko Tierschutz e.V.

Innerhalb weniger Monate erschüttert nach den Vorfällen in Selm ein weiterer Tierskandal den Kreis Unna. „Auch die aktuellen Bilder aus der Viehsammelstelle in Werne sind verstörend und widerwärtig“, reagiert SPD-Kreistagsmitglied Sascha Kudella, Sprecher im Ausschuss für Gesundheit und Verbraucherschutz des Kreises Unna.

Die aufgeworfenen Fragen nach ausreichender Kontrolle und möglichen strukturellen Problemen müssen gestellt und beantwortet werden. Aus Sicht der SPD-Kreistagsfraktion ist es daher gut, dass das zuständige Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) seine Untersuchungen abgeschlossen hat und diese nun auswertet. Gemeinsam mit den Ergebnissen der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen müssen hier die richtigen Schlussfolgerungen zum Schutz des Tierwohls gezogen werden.

„Es ist allerdings auch klar, dass in beiden Fällen eine hohe kriminelle Energie gezeigt worden ist, die amtliche Kontrollen an Grenzen stoßen lässt“, so die Einschätzung von Sascha Kudella. Aus Sicht des SPD-Sprechers müssen auch Instrumente wie eine Videoüberwachung für die Aufsichtsbehörden möglich sein.

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