Die Freiwillige Feuerwehr trauert um ihr langjähriges und geschätztes Mitglied André Köhler. Nach einem tragischen Tauchunfall, bei dem sein Freund und Kamerad an seiner Seite war, ist er mit 52 Jahren gestorben. Auch der Bürgerschützenverein trauert um sein Mitglied. © Feuerwehr Werne
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Tod nach Tauchunfall: Feuerwehr und Schützen trauern um André Köhler aus Werne

Die Freiwillige Feuerwehr und der Bürgerschützenverein Werne trauern um André Köhler. Er ist nach einem Tauchunfall mit 52 Jahren gestorben. Die Rettungsversuche seines Freundes und Kameraden blieben erfolglos.

Trauer um langjähriges Mitglied: Die Freiwillige Feuerwehr vermeldet den Tod ihres Kameraden André Köhler. Nach einem tragischen Tauchunfall ist er im Alter von 52 Jahren am 4. Januar gestorben. Auch die sofort eingeleiteten Rettungsversuche eines Freundes und Kameraden, der sich ebenfalls im Löschzug 1 Stadtmitte der Feuerwehr Werne engagiert, blieben erfolglos.

„Es ist sehr tragisch und wir sind alle schockiert“, sagt Thomas Temmann, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr in Werne. Die beiden Kameraden aus Werne, die befreundet sind, hatten am 31. Dezember 2021 privat in einer Tauchanlage in Siegburg trainiert, als das Unglück passierte.

Plötzlich Probleme beim Tauchgang

André Köhler habe unter Wasser plötzlich Probleme bekommen und habe sein Mundstück, über das er mit Sauerstoff versorgt wurde, entfernt. Daraufhin habe sein Freund ihm Luft unter Wasser gegeben und ihn an die Wasseroberfläche begleitet. „Dabei hat er selbst seine eigene Gesundheit riskiert. Er hat dann sofort versucht, ihn zu reanimieren“, erzählt Temmann.

Ein Rettungswagen und Notarzt seien schnell vor Ort gewesen. André Köhler wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er Tage später starb. „Wir sind schockiert, weil er offenbar keine Lebenschance hatte, obwohl er gar nicht lange ohne Luft war“, sagt Temmann.

Wieso André Köhler, der laut Temmann schon länger eine Taucherfahrung hat, plötzlich Probleme unter Wasser bekommen hatte, sei bisher unklar. „Man weiß nicht, ob es ein medizinischer Unfall war oder eine Panikattacke“, so Temmann weiter.

Der Kamerad, der während des Tauchunfalls an der Seite von André Köhler war, steht unter Schock. Er werde derzeit von einem Notfallseelsorger betreut. Er ist nicht einsatzbereit. Denn er wurde positiv auf das Coronavirus getestet, als er seinen Freund André Köhler im Krankenhaus besuchen wollte, berichtet Temmann.

André Köhler war bei Feuerwehr und Schützenverein in Werne

Die ganze Gemeinschaft der Feuerwehr trauert mit den Angehörigen von André Köhler und um ihr langjähriges Mitglied. Seit 1994 engagierte sich André Köhler bei der Feuerwehr – kurz nachdem er aus Dresden nach Werne gekommen war.

„Sein Spitzname war ‚der Sachse‘. Er war immer sehr lebensfroh, sehr beliebt und engagiert. Es ist immer traurig, wenn man ein Mitglied verliert. Aber mit ihm verlieren wir einen besonderen Menschen“, sagt Thomas Temmann. Die Feuerwehr wird in Gedenken an den Verstorbenen die Einsatzfahrzeuge mit Trauerflor versehen.

Nicht nur in der Feuerwehr war André Köhler engagiert und beliebt. Auch der Bürger-Schützenverein Werne trauert um seinen Schützenbruder, den man viel zu früh verloren hat, wie der Verein mitteilt. Knapp 20 Jahre sei Köhler im Verein aktiv gewesen, erklärt der Vorsitzende Tobias Ogonek. Er selbst sei auch mit ihm befreundet gewesen, weshalb er auch schnell über den Tod erfahren habe.

André Köhler (vorne links) war seit knapp 20 Jahren Mitglied im Bürger-Schützenverein Werne. Hier ist er 2013 bei einer Ehrung mit einigen Schützenbrüdern zu sehen.
André Köhler (vorne links) war seit knapp 20 Jahren Mitglied im Bürger-Schützenverein Werne. Hier ist er 2013 bei einer Ehrung mit einigen Schützenbrüdern zu sehen. © Boos (A)

„André war der Gute-Laune-Posten in unserer Truppe. Er war einfach ein liebevoller Mensch“, erinnert sich Ogonek. André Köhler sei eigentlich bei fast jeder Veranstaltung des Vereins dabei gewesen. Zudem habe er sich als Fahnenoffizier engagiert und sei einmal im Hofstaat vertreten gewesen. Wie die Feuerwehr Werne wird auch der Schützenverein dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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