Traditionsgeschäft Kroes meldet Insolvenz an

Modehaus und Wäschehaus betroffen

"Das war ein ganz schwerer Tag“, sagt Hein-Theo Küper. Der Chef des traditionsreichen Modehauses Kroes musste seinen Mitarbeitern am Donnerstag eine bittere Wahrheit verkünden: die Insolvenz. Küper findet in seiner Mitteilung klare Worte für die Gründe der Insolvenz.

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, 28.01.2016, 17:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Zukunft des Modehauses Kroes und des benachbarten Wäschehauses ist derzeit unklar.

Die Zukunft des Modehauses Kroes und des benachbarten Wäschehauses ist derzeit unklar.

Ein Liquiditäts-Engpass, sagt Küper auf Nachfrage unserer Redaktion, habe zu diesem schweren Schritt geführt. Betroffen sind das Modehaus Kroes und das benachbarte Wäschehaus. Nichts zu tun mit der Insolvenz hat das Unternehmen Herrenmoden Kroes, das seit einigen Jahren Christof Schmersträter selbstständig führt.

Kollektionen werden trotz allem geliefert

Trotz der Insolvenz bleiben Mode- und Wäschehaus bis auf Weiteres geöffnet. Hein-Theo Küper: „Die Warenversorgung durch wichtige Lieferanten ist gesichert.“ Die neue Kollektion sei da, Nachschub über Monate zugesagt.

Dennoch: Die Zukunft ist unsicher, auch für die gut 20 Beschäftigten. Er könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehen, welchen Weg der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger aus Dortmund, mit dem Unternehmen gehen will. Eine Nachfrage unserer Redaktion beim Insolvenzverwalter blieb am Donnerstag unbeantwortet.

"Noch zehn Jahre weitermachen"

Der große Wunsch von Küper, 57 Jahre alt, ist eine Bereinigung des finanziellen Engpasses durch das Insolvenzverfahren. „Und dann besteht meine Hoffnung, noch zehn Jahre weitermachen zu können.“

In einer kurzen Pressemitteilung macht Hein-Theo Küper unter anderem die „Schließung unseres wunderschönen Natur-Solebades“ für die prekäre Lage seines Unternehmens verantwortlich: „Das führte zu einem erheblichen Umsatzrückgang.“ 

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