Fehlende Lüftungsanlagen: Mehrere Turnhallen in Werne sind gesperrt

rnSporthallen in Werne

Während die Turnhalle am St.-Christophorus-Gymnasium wieder freigegeben ist, sind in Werne vier weitere Hallen gesperrt. Schul- und Vereinssport fällt aus. Nun wird an schnellen Lösungen gearbeitet.

Werne

, 28.10.2020, 15:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Nutzung der Turnhallen gelten für den Schul- und Vereinssport strenge Regeln, die die Landesregierung nun erlassen hat. Dazu zählt etwa, dass die Unterrichtsräume und Hallen regelmäßig gelüftet werden. Neben Lüftungsanlagen soll ein Stoßlüften über Fenster und Türen für einen ausreichenden Luftaustausch sorgen, um die Aerosolbildung und damit eine mögliche Infektionsübertragung zu reduzieren.

Doch nicht jede Schule in Werne verfügt über eine solche Lüftungsanlage. Deshalb haben sich die Verantwortlichen aus dem Schul- und Sportamt sowie aus dem Kommunalbetrieb Werne nach einer Begehung am Freitag (23. Oktober) dazu entschieden, einige Hallen zu sperren.

Vier weitere Turnhallen in Werne gesperrt

Dazu zählen laut Alexander Ruhe, Schuldezernent der Stadt Werne, die Turnhalle an der ehemaligen Barbaraschule, die kleine Turnhalle an der Marga-Spiegel-Sekundarschule, die Bürgermeister-Abels-Turnhalle sowie die Turnhalle an der Kardinal-von-Galen-Schule in Stockum.

„Wir haben diese Hallen bis auf Weiteres als Vorsichtsmaßnahme aus dem Betrieb genommen. Diese Hallen werden ersatzlos gestrichen. So fällt leider die Hälfte der Hallenzeit weg. Ich weiß, dass wir so natürlich nicht alle Wünsche erfüllen können. Aber wir haben zum Wohl der Betroffenen gehandelt. Es ist aber sehr schön, dass die Vereinsvertreter Verständnis dafür zeigen“, erklärt Ruhe.

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Mit den beiden gesperrten Hallen in Stockum sieht es derzeit dort jedoch schlecht aus für den Schul- und Vereinssport. Deshalb werde man zeitnah prüfen, inwiefern die Stockumer Schüler an anderen Standorten Hallenzeiten bekommen können, so Ruhe weiter. „Wir versuchen, etwas möglich zu machen. Aber das geht leider nicht kurzfristig, vor allem kann sich rund um die Corona-Schutzverordnung in der nächsten Zeit wieder viel tun.“

Damit die vier Turnhallen schnellstmöglich wieder geöffnet werden können, prüfen die Verantwortlichen zusätzlich, ob und welche Möglichkeiten es gibt, Fördermittel des Landes zu beantragen. So könnten etwa mobile Filteranlagen installiert werden, erklärt Ruhe.

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Die Landesregierung hatte angekündigt, ein 50-Millionen-Euro-Sonderprogramm auf den Weg zu bringen, um unter anderem den Erwerb von mobilen Luftreinigungsgeräten für Schulen und Sporthallen zu fördern, die nicht natürlich oder durch vorhandene Anlagen gelüftet werden können, heißt es aus dem Schulministerium NRW.

Bei den anderen Hallen in Werne gilt übrigens: regelmäßiges Lüften. Demnach soll nach jeder Trainingseinheit über die Fenster und Türen ein Stoßlüften stattfinden. Laut Ruhe wird jede Einheit deshalb 15 Minuten früher beendet. Dann müssen die Sportler auch das Gebäude verlassen, „auch um Engpässe in den Umkleiden zu vermeiden“.

Halle am St.-Christophorus-Gymnasium wieder freigegeben

Und die Turnhalle am St.-Christophorus-Gymnasium ist seit Mittwochmorgen (28. Oktober) wieder in Betrieb, wie Schulleiter Thorsten Schröer erklärt. Es sei für die Techniker vor Ort ein einfacher Prozess gewesen, die Lüftungsanlage entsprechend so umzustellen, dass wieder Frischluft in die Halle strömt. So bedarf es zunächst doch keiner weiteren Maßnahmen oder gar einer neuen Anlage. „Jetzt erfüllt die Lüftungsanlage den Kriterien, die in der Corona-Krise vorgegeben sind“, sagt Schröer. Seit 10 Uhr stehen damit wieder beide Turnhallen des Gymnasiums zur Verfügung. Somit kann der Sportunterricht nicht nur im Außenbereich stattfinden.

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