Übernehmen Bestatter die Trauerhallen?

Sanierungsfinanzierung

Die Trauerhallen auf den Friedhöfen in Werne und Stockum sind sanierungsbedürftig und nicht mehr zeitgemäß. Eine Lösung, wie erforderliche Arbeiten zu finanzieren sind, ist zwar noch nicht in Sicht. Denkbar ist aber, dass Dritte - also weder die Kirchengemeinden, noch die Stadt - die Hallen übernehmen und investieren.

WERNE

von Von Arndt Brede

, 17.11.2011, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einige der Platten vor den Gräbern auf dem Stockumer Friedhof sind abgesackt. Die Verwaltung prüft, wie die Beseitigung der Schäden finanziert werden kann.

Einige der Platten vor den Gräbern auf dem Stockumer Friedhof sind abgesackt. Die Verwaltung prüft, wie die Beseitigung der Schäden finanziert werden kann.

Das sagte Frank Adamietz, Chef des Kommunalbetriebs Werne (KBW) gestern im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. Aus dem Kreis der Friedhofsbesucher sei an die Stadt heran getragen worden, dass gerade die Trauerhallen verbesserungswürdig seien. Konkret habe es geheißen, die Optik ließe zu wünschen übrig. Und die Werner Trauerhalle stoße an ihre Kapazitätsgrenzen. Teilweise müssen Gäste von Trauerfeiern draußen stehen, weil die Halle überfüllt ist. "Auch die Heizungen sind sanierungsbedürftig", ergänzt Adamietz."Sensibel" mit dem Thema umgehen Aber wer zahlt die Zeche? "Wir werden die erforderlichen Gespräche mit der Kirche Anfang 2012 wieder aufnehmen." Der KBW unterhält beide Trauerhallen, auch wenn die Werner Halle auf kirchlichem Grund steht. Die Verwaltung guckt sich aber auch Beispiele anderer Städten an. In einigen unterhalten Bestatter Trauerhallen. Das sei auch für die Hallen in Werne nicht ausgeschlossen. "Aber wir werden sensibel mit dem Thema umgehen", versichert Adamietz. Wo auch immer die Reise hingeht: "Die Trauerhalle in Stockum wird zum Frühjahr eine Kühlkammer bekommen. Wir stehen dazu."

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