Umgekippter Viehtransporter: Sieben Tiere waren sofort tot

WERNE Bilder des Grauens boten sich Dienstag Morgen den Feuerwehrleuten bei ihrem Einsatz auf der A1-Auffahrt Werne-Nord in Richtung Köln. Hier war ein Drei-Etagen-Viehtransporter aus Nordkirchen mit rund 160 Schweinen umgekippt. Inzwischen ist die Auffahrt wieder frei gegeben.

von Von Helga Felgenträger

, 13.05.2008, 18:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einige Tiere starben bei dem Unfall, andere wurden verletzt. Das Chaos ist groß.

Einige Tiere starben bei dem Unfall, andere wurden verletzt. Das Chaos ist groß.

Der Transporter war um 9.15 Uhr  in der Kurve der Auffahrt Hamm-Bockum/Werne umgekippt. Dabei hatte sich das Dach gelöst, so dass die Schweine teils herausfielen, teils auf die Straße sprangen.

„Der schnellen Mithilfe der Verkehrsteilnehmer ist es zu verdanken, dass die Schweine schnell gebändigt werden konnten und zumindest nicht auf die Autobahn liefen“, meinte Klaus Laackman, Pressesprecher der Polizei Münster. „Auch Polizei und Rettungskräfte wurden schnell alarmiert“, sagte Laackman. Bislang gibt es noch keine Informationen zur Unfallursache.

Schweine ließen sich nicht treiben

 „Es wird auch wegen überhöhter Geschwindigkeit ermittelt“, informierte Laackman an der Unfallstelle. Aus Werne waren rund 20 Feuerwehrleute, Einsatzkräfte von Stadtmitte und Holthausen, vor Ort. Ihre erste Aufgabe: Die Schweine zügig in den herbeigerufenen Viehtransporter zu verfrachten, ein schwieriges Unterfangen. Die Schweine ließen sich nicht treiben.

Tierarzt musste acht Tiere vor Ort erschießen

Der Höllenlärm war schon von Weitem zu hören. Sieben Tiere überlebten den Unfall nicht, einigen musste der Gnadenschuss gegeben werden. Nichts für schwache Nerven.

Die Ruhr Nachrichten sprachen mit Kreisveterinärdirektor Dr. Tobias Kirschner. Er musste dafür sorgen, dass unter diesen schwierigen Umständen den Tieren so schnell und so gut wie möglich geholfen wurde.

Die Auffahrt an der A1 in Richtung Köln war für  einige Stunden gesperrt. Der Viehtransporter musste mit einem Kran gehoben werden.

 Die Unfallstelle auf der Karte:

Größere Kartenansicht

 

„Die Situation war dramatisch“, schildert der Tierarzt seinen ersten Eindruck, als er gegen 10 Uhr zur Unglücksstelle kam. Sieben Tiere waren schon tot und weitere acht so schwer verletzt, dass sie noch vor Ort getötet werden mussten. Mehr dazu lesen Sie im Lokalteil der Ruhr Nachrichten am Mittwoch.

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