Umgeknickte Bäume und Unfälle fordern Feuerwehr

Einsätze bis morgens

In Werne gab es sechs Feuerwehreinsätze - das waren allerdings weniger, als erwartet, berichtet die Feuerwehr aus Werne. An der Stadtgrenze zu Cappenberg musste sogar der Leiterwagen kommen. Am meisten Glück hatte jedoch ein Autofahrer auf dem Goetheweg. Wir haben die Bilder dazu.

WERNE/CAPPENBERG

, 23.02.2017, 19:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach den Wetterwarnungen für den Sturmtag am 23. Februar 2017  hatte sich die Feuerwehr auf viele  Einsätze eingestellt. Trozdem ist die Sturm-Nacht relativ ruhig geblieben. Das berichtet die Feuwehr aus Werne. Insgesamt hatte die Freiwillige Feuerwehr sechs Einsätze.

Bereits gegen Mittag hatte der Kreisbrandmeister erste Vorbereitungen angeordnet. Die Einsatzkräfte sollten die Feuerwachen ständig besetzen, die Kommunikationswege sollten getestet werden und der sogenannte "Unwetter-Client" sollte hochgefahren werden.

Diese Software wird benötigt, damit die Feuerwehren von der Kreisleitstelle die Einsätze in ihrem Zuständigkeitsgebiet selbst organisieren und planen können, wenn sehr viele Einsätze -  etwa bei Sturmlagen - durch die Leitstelle nicht alleine bewältigt werden können. Der "Unwetter-Client" wurde jedoch schon am Nachmittag nicht mehr gebraucht.

FOTOSTRECKE
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Auswirkungen des Orkans Thomas in Cappenberg

Zwischen 17 und 19 Uhr musste die Feuerwehr gestern gleich zweimal ausrücken. Sowohl an der Alstedder Straße in Bork als auch an der Varnhöveler Straße unterhalb des Schlosses Cappenberg hatte der Sturm Bäume umgeknickt. In Cappenberg hatte sich das abgebrochene Holz so unglücklich in anderen Bäumen verfangen, dass der Leiterwagen kommen musste.
23.02.2017
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Viel zu tun hatten die Mitglieder der Feuerwehr. Einsatzleiter war Martin Hüls.© Foto: Sylvia vom Hofe
Abknickende Bäume bildeten eine Gefahr.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Straße wurde für die Arbeiten der Feuerwehr gesperrt.© Foto: Sylvia vom Hofe
Abgeknickte Bäume lagen bereits im Wald.© Foto: Sylvia vom Hofe
Damit die Baumkrone nicht unkontrolliert abknickt, haben die Feuerwehrleute sie oben abgeschnitten.© Foto: Sylvia vom Hofe
Zum Abend wurde das Wetter immer schlechter.© Foto: Sylvia vom Hofe
Gegen 18 Uhr musste die Feuerwehr ausrücken.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Polizei hatte den Schlossberg (Varnhöveler Straße) von Cappenberg in Richtung Langern gesperrt.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Straße wurde für die Arbeiten der Feuerwehr gesperrt.© Foto: Sylvia vom Hofe
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Telefonkasten auf der Fahrbahn

Mit der Meldung "Stromkasten auf Fahrbahn" am späten Nachmittag begann die stürmische Zeit für den Löschzug 1 (Stadtmitte). Auf der Gördelerstraße war durch eine heftige Windböe der Anschlusskasten eines Telekommunikationsunternehmens aus der Verankerung gerissen worden.

Da es sich lediglich um Telefonkabel handelte, ging von dem Kasten keine Gefahr aus. Nachdem die Feuerwehr den Kasten gesichert hatte, konnte der Einsatz schon nach 10 Minuten wieder beendet werden.

Am Abend gegen halb sieben wurde die Löschgruppe 2 (Langern) alarmiert. Ein Bürger hatte ein Kabel am Boden gefunden und war sich nicht sicher, ob es sich um eine Stromkabel oder um eine Telefonleitung handelte. Deshalb informierte er die Rettungsleitstelle in Unna.

Die Einsatzkräfte stellten vor Ort dann fest, dass es sich bloß um eine Telefonleitung handelte. Wegen Bauarbeiten war das Kabel an den Masten nicht mehr richtig befestigt. Die Feuerwehr kümmerte sich um das kleine Problem - und der Einsatz war nach kurzer Zeit beendet.

Umgestürzte Bäume

Um 18:40 Uhr ging es für den Löschzug 1 erneut zum Einsatz: In Höhe des Restaurants Mutter Stuff war ein Baum auf die Selmerstraße gestürzt und ein größerer Ast lag auf der Fahrbahn. Der Baum konnte mit einer Säge schnell zerkleinert und dann beiseite geschafft werden - der Verkehr konnte so ganz schnell wieder sicher fließen.

Glück im Unglück hatte ein Autofahrer auf dem Goetheweg in Höhe des Anne-Frank-Gymnasiums: Gegen 22:25 Uhr stürzte ein Baum aus dem Stadtwald genau vor sein Fahrzeug. Der Fahrer konnte nicht mehr ausweichen oder rechtzeitig bremsen und fuhr in den umgestürzten Baum.

Der Autofahrer blieb aber unverletzt, es entstand lediglich Sachschaden. Wäre der Baum nur eine Sekunde später umgestürzt, hätte er vermutlich die Fahrerkabine getroffen, vermutet die Feuerwehr.

Der erschrockene Fahrer wurde zunächst von Freunden betreut, der Löschzug Mitte entfernte den Baum von der Straße und reinigte die Fahrbahn. Das Auto war trotz des Unfalls noch fahrtüchtig - deswegen fuhr die Feuerwehr das Auto auf den Parkplatz am Anne-Frank-Gymnasium. Nach 35 Minuten war die Sperrung am Goetheweg vorbei und die Feuerwehr übergab an die Polizei.

Einsatz mitten in der Nacht

Bis um 4:25 Uhr der nächste Alarm einging, hatten die ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr erst einmal Nachtruhe. In den frühen Morgenstunden mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr aber wieder los: Auf der Straße Steinbahn war eine Kiefer umgestürzt und blockierte die Straße. Mit einer Kettensäge wurde der Baum zerkleinert und das Hindernis entfernt. Der Löschzug fuhr schon nach etwa 30 Minuten wieder ab.

Die letzte Meldung erhielt der Löschzug 1 am frühen Morgen: Um 6:12 Uhr musste die Feuerwehr zur Münsterstraße. Dort versperrte ein Baum den Radweg. Die Feuerwehr kümmerte sich schnell um das Problem und entfernte den Baum.

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