Dieses Weihnachten wird leider doch nicht so unbeschwert, wie wir es im vergangenen Jahr noch gehofft haben. © Rod Long/Unsplash
Familie, Weihnachten und Corona

(Un)beschwertes Weihnachten? Wie Familien sich aufs Fest mit der Verwandtschaft vorbereiten

Es wird wieder ein außergewöhnliches Weihnachten und das Coronavirus treibt die Familien mit der Frage um: Wie Weihnachten feiern und vor allem, mit wie vielen? Wir haben bei Familien nachgehört.

Nach dem Weihnachtsfest vergangenes Jahr herrschte die Hoffnung, fast schon die Gewissheit: Nächstes Weihnachten ist wieder alles normal, das Coronavirus durch die Impfungen, die es dann geben würde, besiegt. Nun, ein Jahr später, ist klar: Das ist nicht der Fall. Die Infektionszahlen in Deutschland haben ein nie dagewesenes Hoch erreicht, Impfunwillige halten die Coronapandemie am Leben und Covid-Intensivpatienten ringen um ihr Leben, während die Intensivstationen an ihr Limit geraten.

Wie also unter diesen Umständen Weihnachten feiern? Schwangere, die noch nicht geimpft sind, kleine Kinder, für die die Impfung noch nicht freigegeben wurde oder auch das eine Familienmitglied, dass sich trotz aller Krisentelefonate nicht dazu durchringen kann, sich impfen zu lassen. Oder aber auch einfach die allgemeine Vorsicht bei der Gewissheit, dass der Impfschutz mit jedem Tag seit der zweiten Impfung immer schwächer wird.

Leser haben ein klares Bild von Regeln am Weihnachtsfest

Eine kurze Umfrage bei Instagram und Facebook ergibt ein relativ einheitliches Bild unter den Werner Bürgerinnen und Bürgern: Trotz Impfung wird lieber noch einmal getestet. Oder im kleinen Kreis feiern. „2G+, geimpft sind sowieso alle und ein Test ist nicht zu viel verlangt“, schreibt uns eine Leserin.

Eine weitere schreibt, dass sich alle Familienmitglieder vorher testen lassen, dass in diesem Jahr aber nur im engsten Kreis gefeiert wird. So macht es auch eine dritte Leserin, die uns über Instagram geschrieben hat. „Ich feiere mit meinen Eltern und meinem kleinen Bruder“, schreibt sie uns. „Für uns war recht schnell klar, dass wir in Anbetracht der steigenden Coronazahlen dieses Jahr Weihnachten auch wieder alleine verbringen werden. Nichtsdestotrotz machen wir uns eine schöne Zeit zu Hause, mit vielen Geschenken und tollem Essen.“

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Und was geht überhaupt noch, schaut man einmal auf die politische Ebene? Wer ungeimpft ist, darf sich an Weihnachten nur mit dem eigenen Haushalt und bis zu zwei Personen eines weiteren treffen. Das gilt auch dann, wenn die gesamte Familie außer einem Mitglied geimpft ist – Kinder bis 14 Jahre sind davon jedoch ausgenommen. Sind alle geimpft oder genesen, gibt es keine Einschränkungen.

Die Familientherapeutin Sabine Ungeheuer erklärte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, dass es wichtig sei, sich vorab mit dem Thema und den Regeln, die für die Feiertage dann gelten sollen, zu beschäftigen. „Es muss ausgesprochen werden: ‚Wenn wir zusammenkommen, was brauchst du für dich, was brauche ich für mich?‘“ Dabei gehe es nicht um die unterschiedlichen Impfansichten, sondern darum, eine gemeinsame harmonische Feier zu planen.

In Werne gibt es noch ausreichende Testmöglichkeiten

Laut des Berliner Psychotherapeuten Wolfgang Krüger müsse derjenige, der am vorsichtigsten ist, die Regeln festlegen. Im Zweifel auch für die ungeimpften Kinder oder die kranken Großeltern. Wer auf 2G+ setzen will und sich als Doppelt- oder Dreifachgeimpfter lieber noch einmal testen lassen will, der hat zumindest in Werne noch gute Chancen, einen Test vor dem Weihnachtsfest zu ergattern, auch wenn in den Drogeriemärkten die Schnelltests schon wieder zur Mangelware geworden sind.

Beim Palliativdienst Constanze Jakubke (www.testzentrum-werne.de) sind für die Weihnachtstage und auch davor noch zahlreiche Testmöglichkeiten frei. Im Testzentrum am Solebad gibt es auch noch zahlreiche Testmöglichkeiten – Stand jetzt zumindest online bis zum 19. Dezember (www.testzentrum-am-solebad.de). An den Feiertagen hat die Teststelle wie folgt geöffnet: Heiligabend 7.30 bis 15 Uhr sowie 1. und 2. Weihnachtsfeiertag je von 9 bis 15 Uhr.

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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