Valeria Piepenbrock komponiert eigene Melodien

Musikkarriere

WERNE Valeria Piepenbrock sang im Chor, spielte Klavier sowie Block- und Querflöte. Ihr Solodebüt hatte sie in der achten Klasse beim Herbstkonzert am Gymnasium St. Christophorus. Nun macht sie die Musik zu ihrem Beruf.

von Von Justine Holewa

, 30.03.2010, 17:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Valeria Piepenbrock studiert Popular Musik an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.

Valeria Piepenbrock studiert Popular Musik an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.

"Selbst der Chorleiter war überrascht über mein Können", erinnert sie sich schmunzelnd. Damit ging es für sie gesanglich aufwärts. In der neunten Klasse absolvierte sie eine Gesangsausbildung: Klassik. Doch Singer- Songwriter-Pop ist ihr Metier.

Jetzt ist die gebürtige Wernerin 21 Jahre alt und studiert Popular Musik an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Dass sie diesen Schritt wagte, dazu trug ihr Auslandsjahr in Colorado, USA, bei. "Wer ein Jahr ins Ausland geht, kommt zwei Jahre älter zurück", meint Valeria. Neben einer großen Portion Lebenserfahrung, brachte sie den felsenfesten Entschluss mit, die Musik zu ihrem Beruf zu machen.Gesangswettbewerbe gewonnen

Wenn sie über ihre Eltern spricht, klingt sie sehr dankbar: "Sie haben mir immer alles ermöglicht, damit ich musikalisch weiter komme." Und Valeria hat ihnen ihre Entschlossenheit bewiesen. Sorgfältig plante sie ihre musikalische Laufbahn mit einer Konsequenz, die beachtlich ist für ihr Alter. Sie nahm Pop-Gesangsunterricht bei Nicola Materne und beteiligte sich - zusätzlich zum Abistress - am aufwändigen Bewerbungsverfahren der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Mit Erfolg.

Den hat sie weiterhin: Zwei Gesangswettbewerbe hat die lebensfrohe Halb-Italienerin mit ihrer Band bereits gewonnen - Hören 2009 und Hören 2010. Der Preis ist mit drei Tagen im Tonstudio dotiert. Acht Songs haben "Valeria and Band" 2009 aufgenommen. Der zweite Gang ins Tonstudio will sorgfältig geplant sein. "Alles muss sitzen. Drei Tage hört sich viel an, ist aber sehr wenig", betont sie.

Eigene Texte und Melodien Valeria schreibt ihre Texte und komponiert die Melodien selbst. Ein Büchlein für Text-Geistesblitze hat sie immer dabei. Manchmal entsteht zuerst die Melodie und sie sucht nach Text-Fetzen, die die Atmosphäre widerspiegeln. Manchmal ist es umgekehrt. Mit ihren Songs verarbeitet Valeria persönliche Erfahrungen aber auch Ereignisse aus ihrem Umfeld. Anfangs fiel es ihr schwer, sich so aller Welt zu offenbaren. Aber sie ist von Natur aus quirlig und offen.

Wenn es um ihre Stimme geht, hält sich Valeria eisern an ihre Prinzipien. Feiern bis zum Morgengrauen oder Rausgehen bei Kälte ohne Jacke sind Tabu. Die Stimme muss geschont werden, zumal sie ihr größtes Kapital ist.

Wo sie in zehn Jahren sein wird, weiß Valeria noch nicht. "Ich möchte erst mal das Jetzt auf die Reihe kriegen", erzählt sie. Im Moment schreibt sie Songs auf Englisch, Deutsch und Italienisch. Sie will schauen wie sie sich dabei fühlt und wie das beim Publikum ankommt. Eines liegt ihr besonders am Herzen: "Ich möchte authentisch bleiben."

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