Frauen in Werne

Verein aufgelöst: Erste-Frauen-Alternative gibt großzügige Spende an Mädchen in Werne

Spende für Mädchen: Die Erste-Frauen-Alternative in Werne löste sich vor zwei Jahren auf. Das übrig gebliebene Geld aus der Vereinskasse geht nun an Jugendliche - etwa für Projekte gegen Stalking und sexuelle Gewalt.
Scheck über 1195 Euro: Stephanie Kaltenborn (2.v.l.) und Annegert Günther (3.v.l.) von der Ersten-Frauen-Alternative übergaben die Spende an Dagmar Reuter aus der Jugendhilfeverwaltung (l.) sowie Streetworkerin Katrin Schnieders und ihre Mädchen-Gruppe. © Andrea Wellerdiek

Jahrelang engagierten sich die Mitglieder der Ersten-Frauen-Alternative (kurz EFA) für frauenpolitische und gesellschaftliche Themen in Werne, bis sie sich vor zwei Jahren auflöste. Sie luden in der Vergangenheit zu regelmäßigen Veranstaltungen ein, etwa zum Internationalen Frauentag. Dabei traten Künstlerinnen auf, die eine Gage erhielten. So wurde stets Kaffee und Kuchen verkauft, um die Kosten decken zu können.

Von diesen und weiteren Aktionen ist Geld übrig geblieben, das die Verantwortlichen nun an Projekte für Mädchen weitergeben. Dafür überreichten Stephanie Kaltenborn und Annegert Günther von der EFA einen Scheck über 1195 Euro an Dagmar Reuter aus der Jugendhilfeverwaltung und die Streetworkerin Katrin Schnieders. Einen Teil der Spenden hat die Jugendgruppe bereits ausgegeben.

Spende für neue Info-Veranstaltungen in Werne

„Wir haben einen Wellness-Tag im Solebad erlebt. Da haben wir es uns so richtig gut gehen lassen. Danach waren wir noch Pizza essen“, erzählt Katrin Schnieders. Außerdem machten die Jugendlichen einen Ausflug ins Lippetal – inklusive Zeltlager und Reitstunden.

Künftig sollen mit der Spende Veranstaltungen für ältere Mädchen zu den Themen Stalking und sexuelle Belästigung finanziert werden, erzählt Schnieders, die die Spende dankend annahm. „Ihr könnt selbst auch etwas für eure Kasse tun – zum Beispiel durch einen Waffelverkauf“, gab Kaltenborn den Jugendlichen noch einen Tipp mit auf den Weg.