Pater Romuald Hülsken verlässt das Kapuzinerkloster in Werne im März 2022. Um den Zeitpunkt hatte es Verwirrung gegeben. © Helga Felgenträger (Archiv)
Kloster

Verwirrung um Wechsel: Pater Romuald verlässt das Kapuzinerkloster in Werne

Im März 2022 ist Schluss. Dann verlässt Guardian Pater Romuald Hülsken das Werner Kapuzinerkloster Richtung Emsland. Die Nachricht vom Abschied hatte bei einigen Wernern für Irritationen gesorgt.

Pater Romuald Hülsken (62) verlässt im März des kommenden Jahres das Kapuzinerkloster in Werne. Der Guardian wechselt ins Kloster Schloss Clemenswerth in Sögel im Emsland. Das hatte die Gemeinde St. Christophorus bereits kurz und knapp auf ihrer Homepage bekannt gegeben. Dort heißt es unter anderem: „Wir danken P. Romuald für seine vielfältigen Tätigkeiten in unserer Pfarrei und Stadt. Die Pfarrgemeinde wünscht ihm alles Gute und Gottes Segen für die neuen Aufgaben und wir freuen uns auf die verbleibende Zeit hier in Werne.“

Ein Abschied, der sich schon länger angekündigt hatte, zuletzt aber doch für Verwirrung sorgte. „Ich bin noch nicht auf dem Absprung. Das haben vielleicht einige Leute falsch verstanden. Es war sogar schon jemand hier, der sich von mir verabschieden wollte. Ich habe ihm gesagt, dass wir uns bestimmt noch einmal sehen, spätestens an Weihnachten“, erklärt Pater Romuald auf Anfrage unserer Redaktion mit einem Schmunzeln.

Wechsel ins Emsland war eigentlich für Herbst 2022 geplant

Tatsächlich habe er damit gerechnet, dass er nicht mehr allzu lange in Werne bleiben würde: „Achteinhalb Jahre sind für einen Kapuziner schon eine relativ lange Zeit. Und ich wusste natürlich, dass meine Amtszeit ausläuft.“ Es gehört schließlich zu den Regeln des Ordens, dass die Mitglieder nur wenige Jahre an einer Wirkungsstätte bleiben und dann weiterziehen. „Ein ganz normaler Vorgang also“, sagt der 62-Jährige.

Dennoch sahen die Pläne ursprünglich anders aus. Denn eigentlich war der Wechsel ins Kloster Schloss Clemenswerth, das Hülsken aus seiner Zeit als Urlaubsvertretung bereits kennt, erst für den Herbst 2022 vorgesehen. Dass es nun doch schneller geht, hängt mit seinem Nachfolger zusammen: Pater Norbert Schlenker, der bisher als Guar­di­an für die Konvente St. Mag­da­le­na und St. Kon­rad in Altötting tätig war. „Das Kloster dort wird noch in diesem Jahr aufgegeben. Darum hat man mich gefragt, ob ich etwas früher wechseln könnte“, so Hülsken.

Schlenker, der 1954 in Karlsruhe geboren wurde und seit 1973 Kapuziner ist, war neben seiner Funktion als Guardian in der Wallfahrt als Seelsorger und stellvertretender Wall­fahrts­rek­tor tätig. 2020 feierte er sein 40-jähriges Priesterjubiläum. In Werne wird er direkt die Leitung des Kapuzinerklosters übernehmen. „Ich kenne ihn ganz gut. Sobald er hier ist, werde ich ihn in die Arbeit einführen und ihm dann die Schlüssel in die Hand drücken“, sagt Pater Romuald mit einem Augenzwinkern.

Er selbst wird an seiner neuen Wirkungsstätte allerdings nicht sofort die Rolle des Guardian übernehmen, sondern „ganz normales Mitglied des Konvents“ sein. Bis dahin wird aber noch reichlich Zeit verstreichen. Zeit genug, um noch einige Dinge in Werne zu bewegen. Und um sich in Ruhe zu verabschieden.

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Geboren 1984 in Dortmund, studierte Soziologie und Germanistik in Bochum und ist seit 2018 Redakteur bei Lensing Media.
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Felix Püschner

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