Video: Firma aus Werne stellt ihre Drohne vor

Leicht und einklappbar

Wie kann man ein Gelände vermessen, wenn das Terrain schwierig ist? Eine Firma aus Werne hat dafür eine leistungsstarke Klappdrohne im Einsatz. Im Video erklärt ein Mitarbeiter, was die Besonderheiten sind und welche anderen Einsatzmöglichkeiten er sich noch vorstellen kann.

WERNE

, 08.04.2017, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das von vier Motoren angetriebene Fernlenk-Modell ist im zusammengeklappten Zustand kaum größer als eine Ein-Liter-Thermosflasche – mit gut einem Kilogramm Gewicht auch kaum schwerer. „Ein weiterer Vorteil ist die lange Laufzeit“, sagt Helmut Fiebig, Leiter Flugtechnik von aerometrics, einer Firma des Vermessungsbüros Zurhorst. Der kraftvolle Akku, der ein Viertel des Gesamtgewichtes ausmacht, sorgt für eine Flugzeit von bis zu 27 Minuten. „Das ist schon enorm“, sagt Projektentwickler Ingo Hemkensamtenschnieder.

Die Faltdrohne ist ausgestattet mit einer 4k-Foto- und Videokamera, die auf einem sogenannten Gimbal montiert ist. Das ist eine Art schwenkbares, ferngelenktes Stativ, das ruhige Kameraschwenks unabhängig von der Fluglage des Gerätes zulässt.

Firma flog damit den Amazon-Neubau in Werne ab

Kleines Schmankerl der mitgelieferten Software – es lassen sich Flugrouten vorab programmieren, die die Drohne exakt abfliegt. Auch wenn sie außer Sicht gerät. „Wir haben damit etwa den Neubau des Amazon-Logistik-Zentrums abgeflogen“, sagt Fiebig. Er nennt weitere Einsatzgebiete außerhalb der Vermessungsarbeit: „Luftbilder zum Beispiel von Hochzeiten, man kann Industrieanlagen abfliegen und auf Schäden überprüfen.

Für Feuerwehr und Polizei ist sie als Fotodrohne für die Unfallaufnahme geeignet.“ Schäden an Windrädern ließen sich mit dem Mavic Pro ebenfalls gut aufspüren. Fiebig: „Da der Kopter sehr klein ist, können wir nahe an die Objekte heranfliegen.“ Wenn‘s gefährlich nahe wird, bremst die Drohne selbstständig ab. Sie hat einen Kollisions-Schutz eingebaut.

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Eine Drohne aus Werne zum Klappen

Bei Vermessungsaufgaben im schwierigen Terrain vertrauen die Fachleute immer mehr auf den Einsatz von Drohnen. Die Werner Firma aerometrics hat seit wenigen Monaten ein besonders handlichen Fluggerät im Einsatz: eine Klappdrohne.
07.04.2017
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Flugtechnik-Leiter Helmut Fiebig (l.) hält die Fernbedienung mit angebautem Tablet, Projektentwickler Ingo Hemkensamtenschnieder die Drohne im ausgeklappten Zustand.© Foto: Jörg Heckenkamp
Projektentwickler Ingo Hmkensamtenschnieder drückt den oben liegenden Startknopf der Drohne.© Foto: Jörg Heckenkamp
Alles bereit für den Start.© Foto: Jörg Heckenkamp
Leise und ruhig zieht der Mavic seine Bahn.© Foto: Jörg Heckenkamp
Auf dem Tablet sind nebem dem übertragenen Luftbild zahlreiche Angabe wie Höhe, Akku-Stand und so weiter zu erkennen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Auch wenn das Gerät vieles selbst erledigt: Pilot Helmut Fiebig muss sich konzentrieren.© Foto: Jörg Heckenkamp
Bis hierher und nicht weiter: Projektentwickler Ingo Hemkensamtenschnieder demonstiert die Anit-Kollisions-Software des Fluggerätes. Zusammenstöße mit Menschen, Bäumen, Schornsteinen, etc. sind dadurch ausgeschlossen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Auf dem Tablet sind nebem dem übertragenen Luftbild zahlreiche Angabe wie Höhe, Akku-Stand und so weiter zu erkennen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Auf dem Tablet sind nebem dem übertragenen Luftbild zahlreiche Angabe wie Höhe, Akku-Stand und so weiter zu erkennen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Theoretische Reichweite: sieben Kilometer. In Deutschland sind allerdings nur maximal 2 Kilometer erlaubt.© Foto: Jörg Heckenkamp
Das fliegende Auge im Anflug.© Foto: Jörg Heckenkamp
Der Redakteur darf unter Aufsicht von Helmut Fiebirg (l.) auch mal an die Steuerknüppel. Im Notfall alles loslassen, dann stabilisiert sich die Drohne selbst in der Luft.© Foto: Jörg Heckenkamp
Rote LED's an der Drohne zeigen: hier ist vorne.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die beiden Aerometrics-Mitarbeiter bauen die Klappdrohne auf. Alles in allem dauert das keine zwei Minuten.© Foto: Jörg Heckenkamp
DJI ist die Hersteller-Firma, Mavic der Name des Drohnen-Modells.© Foto: Jörg Heckenkamp
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Sicherheitszone? Flughafen? Da ist automatisch Schluss

Die geringen Maße des Leichtgewichtes machen es für den Einsatz in unwegsamem Gelände interessant. Hinzu kommt die schnelle Rüstzeit. Hemkensamtenschnieder: „Der Kopter ist in maximal zwei Minuten einsatzbereit.“

Weitere Besonderheit: In der Software sind virtuelle Zäune hinterlegt. So ist gewährleistet, dass der Mavic nicht in Sicherheitszonen des Militärs oder von Flughäfen eindringt. Ein Rückholknopf für die automatische Rückkehr zum Startpunkt ist heutzutage obligatorisch.

Die Firma aerometrics ist von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten so überzeugt, dass sie das Produkt selbst vertreibt. In der Basisversion schlagen 1200 Euro zu Buche.

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