Videotagebuch: Bewerbung aus Moskau, lange Haare und gestrichene Flüge

rnVideo-Tagebuch aus Moskau

Der ehemalige DSDS-Teilnehmer Sandro Brehorst sitzt wegen der Corona-Krise seit Mitte März in Moskau fest. Im Video-Tagebuch nimmt er uns mit bei seinem Versuch, wieder nach Hause zu kommen.

Werne

, 11.04.2020, 13:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sandro Brehorst aus Werne - bekannt aus der Casting-Sendung „Deutschland sucht den Superstar“ 2017 - sitzt seit Mitte März in Moskau fest. Die Corona-Krise hat seiner ursprünglichen Ausreise am 13. März einen Strich durch die Rechnung gemacht. Sein Flug wurde gestrichen.

Drei weitere Versuche, das Land zu verlassen, scheiterten. Sein Flug am 27. März wurde drei Tage nach der Buchung abgesagt, für den Flug am 3. April nach Paris hatte Brehorst zunächst keine Zusage. Später dann aber hätte er doch mitfliegen können. Das Problem: Flug, Übernachtung in Paris und Rückreise nach Werne hätten über 600 Euro gekostet. Zu teuer für den Werner.

Jetzt lesen

Nur der fliegt, der eine E-Mail von der Botschaft bekommt

Ein Flug am 7. April nach Wien hob ebenfalls ohne den Werner ab. Von der Botschaft habe es bisher noch keine Neuigkeiten gegeben. Denn nur wer von der Deutschen Botschaft vor Ort per E-Mail über einen Flugplatz benachrichtigt wird, kann auch wirklich mitfliegen. „Die haben nur nochmal gefragt, ob ich wirklich noch ausreisen möchte“, sagt Brehorst.

Video
Für Sandro Brehorst liegt alles auf Eis

Für den Werner liegt zu Hause momentan einiges auf Eis. „Ich wollte mich dieses Jahr an Unis bewerben“, sagt der 21-Jährige. An einigen habe er sich schon vor seiner Abreise beworben, eine weiter Bewerbung per Post aus Russland steht nun noch an. „Ich hoffe, trotz all der Umstände kriege ich das hin, dass die Bewerbungen noch vernünftig rausgehen.“

Im Oktober will der Werner sein Studium beginnen. Er möchte Gesangslehrer werden. Doch dafür sind Aufnahmeprüfungen notwendig. Die sollten eigentlich im Mai oder Juni stattfinden. Doch das werde sich nun wohl alles verschieben, sagt Brehorst.

Jetzt lesen

Fluggesellschaft weiß nichts von einem Flug nach Madrid

Am Freitag dann erhält Brehorst ein neues Update von der Botschaft: ein Flug, der am Montag von Moskau nach Madrid gehen soll und von da aus dann nach Frankfurt. Doch eine Nachfrage bei der zuständigen Fluggesellschaft ergibt: Niemand weiß etwas von dem geplanten Flug. Die Flüge seien alle gestrichen, sagt man Brehorst. „Das ist ein Hin und Her, das kann man sich nicht vorstellen.“

Doch auch ganz alltagspraktische Dinge beschäftigen den Werner: Weil die Frisöre ihre Läden schließen mussten, kämmt sich der Werner im Video mit seinen Fingern durch seine immer länger werdenden Haare. „Die Frisur ist on point, es geht glaube ich gerade vielen so, keiner kann zum Frisör, da bin ich nicht von ausgenommen“, sagt Brehorst scherzelnd.

Lesen Sie jetzt