Viel Geld für eigene Scholle

Werne Die Lippestadt ist für Häuslebauer immer noch ein ziemlich teures Pflaster. Allerdings erwartet Rainer Kröber (Foto), Chef der städtischen Liegenschaften, für die nächsten Jahren sinkende Grundstückpreise.

06.07.2007, 19:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach der gerade veröffentlichten Statistik für 2006 des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Nordrhein-Westfalen mussten Bauherren in Werne für Wohnbauflächen in guten Lagen durchschnittlich 195 Euro für jeden Quadratmeter zahlen - das sind immerhin 20 Euro mehr, als der Gutachterausschuss als Durchschnittspreis für den gesamten Kreis Unna angibt.

Teurer als Werne sind Grundstücke in Toplagen in Schwerte (235 ), in Lünen (230 ), sowie in Unna und Holzwickede (210 ). Deutlich günstiger gibt die eigene Scholle in Selm, Fröndenberg, Kamen, Bergkamen und Bönen. In der Nachbargemeinde Ascheberg sind im Übrigen für Spitzenlagen «nur» 145 Euro zu berappen.

Kein Schnäppchen

Zu den teuersten Grundstücken zählten in Werne Flächen im Baugebiet Schomberger Weg, die anfangs bis zu 245 Euro pro Quadratmeter kosteten; nicht gerade ein Schnäppchen waren die Grundstücke im bis auf eine Parzelle ausverkauften Ex-Jahnstadion, die das Budget der Bauherren mit bis zu 225 Euro belasteten.

Erstaunliches zeigt das Zahlenwerk bei den Grundstückspreisen für mittlere Lagen: Hier nimmt Werne mit 165 Euro pro Quadratmeter Platz 5 im Kreisgebiet ein, aber auch Rang 9 unter mehr als 80 Kommunen im Regierungsbezirk Arnsberg. Am teuersten ist hier der Quadratmeter in Bochum (245 Euro), am billigsten im sauerländischen Hallenberg mit 25 Euro. Relativ günstig ist das Bauen in Werne in mäßigen Lagen. Dort kosten der Quadratmeter 125 Euro, 5 Euro unter Kreisdurchschnitt.

Für junge Familien

«Diese Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen», betont Rainer Kröber. Sie basieren seinen Angaben zufolge auf Kaufverträgen, die schon vor ein bis drei Jahren geschlossen worden sind. Seither seien die Preise in Werne zum Teil deutlich gesunken, «und sie werden weiter sinken», so Rainer Kröber.

Er blickt dabei beispielsweise auf die geplanten Wohngebiete Hustebecke (Vinzenzstraße/Brink/Moltkestraße) und Weihbach. Dort peilt die Stadt Quadratmeterpreise in der Größenordnung zwischen 120 und 160 Euro an, um insbesondere jungen Familien das eigene Heim zu ermöglichen. zi-

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