Klimaschutz in Werne

Vier Windkraftanlagen geplant: Bald drehen sich neue Rotorblätter in Werne

In Werne gehen vier neue Windkraftanlagen in Betrieb. Darüber informierte Ralf Bülte auf der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Mobilität und Klimaschutz. Bis hierhin war es ein langer Weg.
Der Bau einer neuen Windkraftanlage ist ein kompliziertes Unterfangen – wie hier zu sehen am Olde Feld in Ascheberg.
Der Bau einer neuen Windkraftanlage ist ein kompliziertes Unterfangen - wie hier zu sehen am Olde Feld in Ascheberg. © Jörg Heckenkamp

Einen Schritt in Richtung Klimaschutz geht die Stadt Werne mit vier geplanten Windkraftanlagen. Auf der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Mobilität und Klimaschutz am n Mittwoch (24. November) konnte Ralf Bülte, Dezernent der Abteilung Planen und Bauen, dies als Bestandteil des Klimaschutzkonzeptes der Stadt bekannt geben. „In Sachen Klimaschutz und erneuerbare Energien sind das echte Bigpoints“, erklärte er.

Zwei Anlagen in Ehringhausen, zwei an der A1

Auf Nachfrage der Redaktion zum Stand der Planung sagt Bülte: „Der Bau der zwei Anlagen in Ehringhausen hat meiner Kenntnis nach bereits begonnen. Die anderen beiden Windräder, die zukünftig an der A1 stehen sollen, sind mittlerweile wohl auch vom Kreis Unna genehmigt worden.“

Beide Standorte gehören zu den fünf Konzentrationszonen der Stadt Werne, auf denen die Errichtung von Windenergieanlagen möglich ist. Diese Regelung wurde 2017 durch den Sachlichen Teilflächennutzungsplan für Windenergie rechtskräftig. Der Standort Ehringhausen gehört demnach zur Konzentrationszone West I, der an der Autobahn A1 zur Zone Ost II.

Viele Kriterien mussten geprüft werden

Der Weg hin zu diesen Konzentrationszonen sei ein langwieriger gewesen, so Bülte. „Das war ’ne riesen Nummer. Es hat drei, vier Jahre gedauert, bis das durch war. Landschafts- und Verkehrsplaner waren beteiligt, außerdem gab es ein Bürgerforum im Kolpingsaal.“ Die Standards seien extrem hoch. „Es müssen viele Kriterien geprüft werden, beispielsweise die Abstände zu Naturschutz-, Wohn- und Industriegebieten.“

Doch auch der tatsächliche Bauprozess der neuen Windkraftanlagen sei aufwendig. So müsse beispielsweise ein gewisser Abstand zwischen den Rädern gewahrt werden, weil sie sich sonst gegenseitig den Wind nähmen.

Die Berechnung der Statik sei ebenfalls kompliziert. Während des Baus müssten zudem immer wieder technische Kontrollen und Abnahmen vorgenommen werden. „Der gesamte Prozess ist sehr zeitaufwendig.“

„Anlagen werden im kommenden Jahr in Betrieb genommen“

Alle vier Windräder werden eine Größe von etwa 200 Metern haben. Die Leistung liegt bei jeweils rund 4,5 Megawatt. Schon im kommenden Jahr soll es soweit sein. „Ich gehe davon aus, dass die beiden Windkraftanlagen in Ehringhausen bereits im kommenden Jahr 2022 in Betrieb genommen werden. Bei den zwei Rädern im Bereich Ost II an der A1 könnte es noch bis 2023 dauern“, sagt Ralf Bülte.

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