Vinzenzstraße in Werne erhält Tempo-Schwellen

Problem mit Rasern

Auf der Vinzenzstraße in Werne halten sich viele Autofahrer nicht an das Tempolimit. Eine verengte Fahrbahn hat nicht gereicht, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Jetzt soll die Straße Schwellen erhalten, die Autos mit maximal zehn km/h überqueren können.

WERNE

, 29.06.2017, 05:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vinzenzstraße in Werne erhält Tempo-Schwellen

Absperr-Baken in der Vinzenzstraße sollten testweise Raser bremsen. Der neue Plan lautet, die Straße mit Schwellen zu versehen.

Die Anwohner der Vinzenzstraße waren sich einig: Die Absperr-Baken, die sie nun seit einer Woche auf der Straße stehen hatten, haben die Autofahrer auch nicht zur Vernunft bringen können. „Es wurde immer noch zu schnell gefahren“, äußerten sie am Dienstag beim Gespräch mit der Stadt ihre Erfahrungen. Nun haben sie eine andere Lösung gefunden. Vor zwei Wochen hatten Bauhofmitarbeiter Absperr-Baken in den Weg gestellt, sie sollten die Fahrbahn verengen und eine Verbreiterung der Baumscheiben simulieren (wir berichteten). Mit dem Ziel, dass die Autofahrer langsamer fahren. Es war als einwöchige Testphase angelegt.

Weiterhin wurde gerast

„Doch es hat wenig gebracht“, wie Gisbert Bensch, Leiter der Abteilung Straßen und Verkehr bei der Stadt Werne, im Anliegergespräch am Dienstag erfuhr. Die Fahrbahn war immer noch zu breit, sodass die Autofahrer weiterhin rasen konnten, obwohl nur sieben Stundenkilometer erlaubt sind, wie er auf Anfrage sagte.

Geeinigt haben sich die Anwohner nun doch auf die Lösung, die ihnen anfangs nicht so gelegen kam: die versetzten Schwellen, wie sie beispielsweise in ihrer Nachbarschaft in der Helmuth-von-Moltke-Straße eingebaut wurden.

"Wer mit 50 drüberfährt, bekommt arge Schwierigkeiten"

„Mit höchstens zehn Stundenkilometern lassen sie sich überqueren“, sagt Bensch. Wer mit 50 drüberfährt, bekomme arge Schwierigkeiten. Die Anwohner machten einen weiteren Vorschlag zur Verkehrsberuhigung: Um die Einfahrt in die Spielstraße deutlicher hervorzuheben, forderten sie ein breiteres Hinweisschild. Das jetzige Schild könne leicht übersehen werden, meinten sie. Keine leichte Aufgabe, wie Bensch bemerkte. „Wir brauchen zwischen Bordsteinkante und Schild 30 Zentimeter Abstand.“ Höhere Fahrzeuge könnten bei dem vorhandenen Platz Probleme mit ihrem Seitenspiegel bekommen. Dennoch versprach er den Anwohnern, die Aufstellung eines breiteren Schildes zu prüfen.

 

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