VKU will 2018 digitales Ticket einführen

Über App "Fahrtwind"

Mehr als 2000 Downloads hat die App "Fahrtwind" der Verkehrsgesellschaft im Kreis Unna (VKU) schon. Ab Ende 2018 soll es auch möglich sein, Tickets über die App zu erwerben. Zum 1. August erhöht die VKU aber erstmal die Tarife - diesmal um durchschnittlich 1,9 Prozent.

KREIS UNNA

von Kevin Kohues

, 26.07.2017, 16:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
VKU will 2018 digitales Ticket einführen

Am Werner Busbahnhof starten sowohl Busse der VKU als auch RVM und Taxibusse.

Mehr Fahrgäste trotz weiter sinkender Schülerzahlen: Diese erfreuliche Bilanz zieht die Verkehrsgesellschaft im Kreis Unna (VKU)' type='' href='http://www.vku-online.de/ für das Jahr 2016. 15,022 Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr die Busse der kreiseigenen Verkehrsgesellschaft genutzt – ein leichtes Plus von 1,4 Prozent gegenüber 2015 mit 14,8 Millionen.

Bemerkenswert ist der Zuwachs vor allem, weil der Ausbildungsverkehr durch sinkende Schülerzahlen weiter rückläufig war (minus 1,5 Prozent auf 6,17 Millionen). Im sogenannten Jedermann-Verkehr, also bei allen anderen Fahrgästen, legte die VKU aber kräftig zu (plus 4,6 Prozent auf 7,68 Millionen). Entsprechend zufrieden fällt die Bilanz von Geschäftsführer André Pieperjohanns aus. Die Einführung neuer Ticket-Varianten habe zu diesem Erfolg eine ganze Menge beigetragen:

  • Das 9-Uhr-Tagesticket ist im Vergleich zu Einzelfahrkarten deutlich günstiger. Mit diesem Ticket gewinnt die VKU seit 2015 vor allem die Gelegenheitsfahrgäste. Es verzeichnete 2016 einen Zuwachs von 9,3 Prozent auf nun 187 300 verkaufte Tickets.
  • Bei den 9-Uhr-Tagesticketsfür fünf Personen verdoppelte sich der Absatz sogar fast von 9 800 auf 18 100 Tickets. 
  • Auch mit der Einführung eines Zehner-Tickets und der Stadtvariante des 60plus-Abos für ältere Fahrgäste wähnt sich die VKU auf dem richtigen Weg. Der Zuwachs im Segment 60plus betrug 8 Prozent, allein in Lünen gibt es mittlerweile 336 Abonnenten.
  • Rückgänge gibt es beim Flash-Ticket, das die junge Zielgruppe abseits des Schulverkehrs mobil machen soll. Das Minus von 14,8 Prozent sei auch deshalb so deutlich, weil wegen des „Turbo-Abis“ ein ganzer Jahrgang weggebrochen sei, so VKU-Verkehrsmanager Andreas Feld. Mehr Nachmittagsunterricht und ein verändertes Freizeitverhalten trügen ihren Teil dazu bei. Gerade die junge Zielgruppe müsse aber auch anders „abgeholt“ werden, nämlich in ihrer inzwischen digitalen Lebenswelt.

VKU 4.0 - die App "Fahrtwind"

Im Geschäftsbericht findet sich gleich zu Beginn das Schlagwort „VKU 4.0“ – ein Synonym für die Vernetzung des Nahverkehrs mit Smartphones und Tablets. Eine App müsse heute viel mehr bieten als nur eine Fahrplanauskunft. Schon jetzt etwa zeigt sie dem Nutzer die Haltestellen in unmittelbarer Umgebung an und informiert über die aktuelle Verkehrslage und Verspätungen von Bus und Bahn. Auch das Ausleihen eines Fahrrades in einer Radstation ist in der Fahrtwind-App' type='' href='http://www.vku-online.de/inhalte/4711/fahrtwind-app.html der VKU schon möglich.

Unter der Rubrik „Carsharing“ wird zurzeit noch ausschließlich über verfügbare Leihfahrzeuge in Soest informiert, es soll aber auch ein Angebot in Unna entstehen. Der vielleicht größte Schritt in die digitale Zukunft: Ab Ende 2018 soll es möglich sein, über die App auch Fahrkarten zu erwerben. Eine solide Nutzer-Basis ist gelegt: 2415 Mal wurde die Fahrtwind-App bisher heruntergeladen.

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