Die Sonne lässt sich blicken: Am Wochenende wird es in Werne, hier die Saline, zu einem extremen Temperaturanstieg im Vergleich zum vergangenen Schnee-Wochenende geben. © Leandra Stampoulis
Wetter in Werne

Vom Schlitten ins Planschbecken: Nach Winter wird es frühlingshaft in Werne

Die letzten Reste des Schnees sind immer noch in Werne zu sehen, da werden schon die ersten Frühlingsboten angekündigt. Ab Freitag wird es frühlingshaft. Dabei steigen die Temperaturen extrem an.

Noch sind die Reste dieses extremen Wintereinbruches in Werne zu sehen. Hier und da erinnern noch ein paar weiße Haufen an die Schneepracht, die so lange für strahlende Kinderaugen gesorgt hat. Nun folgt aber ein extremer Frühlingseinbruch, wenn man so will. Der Schlitten kann wieder in die Garage, stattdessen kann man das Planschbecken auspacken. Denn: Für Werne sind am Wochenende Temperaturen bis knapp an die magische 20-Grad-Grenze zu erwarten.

Somit steigen die Temperaturen innerhalb einer Woche um mehr als 30 Grad. Zunächst wird es am Freitag (19. Februar) deutlich milder. „Die Temperaturen schnellen nicht in die Höhe, aber es sind für diese Jahreszeit schon angenehme 12 Grad zu erwarten“, erklärt Maria Hafenrichter, Meteorologin vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Durch die anhaltend warme Luft aus Süden steigen die Temperaturen zum Wochenende weiter an.

Während am Samstag sich noch einige Wolken zeigen bei maximal 17 Grad, wird es am Sonntag und Montag sonnig. Meteorologin Hafenrichter sagt für Werne 17 bis 18 Grad voraus. Bis Mitte der Woche bleibt es weiter so mild, ehe es ab Donnerstag (25. Februar) mit 10 Grad wieder etwas kühler wird.

Temperatursprünge von mehr als 30 Grad

Ein Vergleich zu den eisigen Temperaturen vom vergangenen Wochenende ist das aber nicht. Da sind laut Hafenrichter am Sonntag (14. Februar) Tiefsttemperaturen von minus 16 Grad für Werne aufgezeichnet worden. Der extreme Wetter-Umschwung innerhalb einer Woche mit Temperatursprüngen von mehr als 30 Grad sei nicht außergewöhnlich, erklärt die Expertin.

Immer mal wieder käme es zu solchen deutlich unterschiedlichen Wetterverhältnissen innerhalb kürzester Zeit. Aktuell würde man von einer beständigen Lage mit einer Nordost-Strömung in eine beständige Lage mit einer Süd-Strömung gelangen. „Aus Nordost kam die typische arktische Luft. Aus Süden kommt dann die warme Luft aus Afrika und dem Mittelmeer“, erklärt Hafenrichter.

Februar wird in Werne wohl wärmer als in Vorjahren

Der Wechsel der beiden Strömungen käme häufiger wellenartig vor. Nun aber gibt es den Umschwung in die fast entgegengesetzte Richtung innerhalb einer Woche. Durch die nun steigenden und länger andauernden warmen Temperaturen wird der Februar wohl wieder insgesamt wärmer im Vergleich zu den Vorjahren – trotz des langen Schneefalls mit eisigen Temperaturen. Erst im vergangenen Jahr, so Maria Hafenrichter weiter, habe man übrigens bereits Ende Februar die 20-Grad-Marke in Werne geknackt.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek