Vorwurf sexueller Missbrauch: Verfahren gegen Angreifer eingestellt

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Ein Mann aus Tönisvorst hat einem Werner mutmaßlich mehrmals ins Gesicht geschlagen, als er ihn des geplanten sexuellen Missbrauchs beschuldigte. Nun wurde das Verfahren gegen den mutmaßlichen Angreifer eingestellt.

Werne

, 06.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit Ende Mai 2020 stand ein Mann aus Tönisvorst im Verdacht, einem Mann aus Werne mehrfach mit der Hand ins Gesicht geschlagen zu haben, nachdem er ihn mit einem angeblich geplanten sexuellen Missbrauch eines Jungen konfrontiert hatte. Während die Staatsanwaltschaft (STA) Dortmund Anklage gegen den Werner erhoben hat, wurde der separat verhandelte Fall des Tönisvorsters von der Staatsanwaltschaft Wuppertal fallen gelassen.

Körperverletzung: Verletzter hat keinen Strafantrag gestellt

Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumer von der STA Wuppertal erklärte am Montag (5. Oktober) auf Nachfrage, dass das Verfahren gegen den Mann aus Tönisvorst eingestellt worden sei, „da der Verletzte keinen Strafantrag gestellt hat.“ Bereits zuvor hatte die STA Wuppertal auch den Verdacht, der Tönisvorster habe sich zum gemeinschaftlichen Missbrauch eines Kindes mit dem Werner verabreden wollen, in einem wiederum separaten Verfahren eingestellt.

Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft in Aussicht gestellt, dass den Tönisvorster wegen Körperverletzung bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe hätten erwarten können. Im Mai war in den sozialen Netzwerken ein Video von einem Mann aufgetaucht, der einen in einem Auto wartenden Mann des geplanten sexuellen Missbrauchs an einem Kind beschuldigte. Im Falle des Werners muss das Amtsgericht Lünen nun entscheiden, ob es die Anklage der Staatsanwaltschaft Dortmund zulässt.

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