Warum die Fusion der Kolpingsfamilien geplatzt ist

Generalversammlung

Eigentlich sollten am Sonntag die beiden Kolpingsfamilien Werne und Stockum fusionieren. Doch dieser Plan ist nun vorerst gescheitert. Grund dafür ist eine Formalie. Wie es nun weitergehen kann, ob die Fusion überhaupt stattfinden kann und was die Kolpingsfamilien nun erledigen müssen, erfahren Sie hier.

WERNE

, 16.03.2015, 17:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Warum die Fusion der Kolpingsfamilien geplatzt ist

Vorsitzender Jörg Weber (r.) und Martin Döpker zeigten sich gelassen: "Wir sind zufrieden mit dieser Entscheidung. So können wir in aller Ruhe eine klare Linie ziehen".

Alles sah aus, als stünde einer Fusion nichts im Wege. Selbst ein neuer Vorstand stand vorab bereits fest. „Wir haben schon vorher sehr gut mit dem Stockumer Kolping zusammengearbeitet“, erklärte Vorsitzender Jörg Weber, „die Fusion wäre heute eigentlich reibungslos über die Bühne gegangen“. 

Doch dann scheiterte der Zusammenschluss vorerst an einer Formalie. Das Geschäftsjahr der Kolpingsfamilie endet am 31. Dezember 2014. Nur sind im vergangenen Jahr bereits Ausgaben für das diesjährige "Hol di Fast" getätigt worden, deren Einnahmen nicht im Geschäftsjahr 2014 auftauchen können. Eigentlich unproblematisch - die Kasse ist damit noch ordentlich und die Versammlung könnte den Vorstand entlasten. 

Vorherige Auflösung nötig

Damit die Fusion jedoch stattfinden kann, muss der alte Vorstand und Verein vorher aufgelöst werden. Die entsprechenden Einnahmen aus der Veranstaltung müsste der alte Vorstand daher nachreichen. Die Generalversammlung hat jedoch entschieden, die Veranstaltung vollständig abzuschließen. „Damit haben wir die Chance, eine klare, saubere Linie zu ziehen“, erklärte Weber.

Wie die Kolpingsfamilie das buchhalterisch umsetzen kann, prüft sie mit Hilfe von Experten vom Diözesanverband. „Das ist jetzt erst einmal unsere Hausaufgabe“, betonte der Vorsitzende. Sobald der Abschluss stattgefunden hat, „lade ich zu einer erneuten Generalversammlung ein“. Die Bereitschaft zur Fusion sei auf dieser Versammlung nämlich noch einmal von beiden Seiten untermauert worden. 

Ende Februar bereits abgestimmt

Auf der Jahreshauptversammlung Ende Februar votierte die Stockumer Kolpingsfamilie einstimmig für die Fusion. Am Sonntag sollte nach der eigentlichen Jahreshauptversammlung der Kolpingsfamilie Werne eigentlich die Hauptversammlung einberufen werden, bei der eine neue Satzung aufgestellt, ein neuer Vorstand gewählt und der Beitrag neu geregelt werden sollte. 

Die Fusion war von Stockum aus von Nöten. Für die Vorstandsarbeit war aus Altersgründen kein Nachfolger gefunden worden. Nach dem Zusammenschluss wird es zwar eine gemeinsame Kasse geben, aber Einnahmen aus Stockumer Aktionen kommen weiterhin dem Ortsteil zugute. 

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