Waschbären im Anmarsch

Plage möglich

Dass an der Kiewitzheide ein Waschbär von einem Auto überfahren wird, ist eher selten. Noch. Denn die Tiere befinden sich auch in unseren Gefilden offenbar vermehrt auf dem Vormarsch. Nach einer eindeutigen Spur sind sich Jagdgenossen einig: Die Population wächst.

WERNE

von Von Arndt Brede

, 16.05.2012, 18:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Da liegt er nun auf dem Hof von Jäger Georg Laurenz: der tote Waschbär. Jagdpächter Gerd Dieckmann fand ihn in einem Graben am Kiewitzheidweg. Und er befürchtet, dass Waschbären auch in unseren Gefilden vermehrt auftreten werden.

Da liegt er nun auf dem Hof von Jäger Georg Laurenz: der tote Waschbär. Jagdpächter Gerd Dieckmann fand ihn in einem Graben am Kiewitzheidweg. Und er befürchtet, dass Waschbären auch in unseren Gefilden vermehrt auftreten werden.

„Er verfälscht einfach die Fauna“, sagt Laurenz. Ein Grund, warum die Population der Waschbären möglichst klein gehalten werden müsse. Ein weiterer: „Sie suchen die menschliche Nähe.“ Nicht, dass man sich vor den kleinen Bären fürchten müsse, aber: „Er richtet auch schon mal auf Dachböden große Schäden an.“ Waschbären, so weiß es Georg Laurenz, leben auch schon mal gern in Schornsteinen und klettern gern Fallrohre hoch. In Werne seien bisher zwar noch nicht viele der Waschbären gesehen worden. Aber in jüngster Zeit wurden gleich zwei dieser Tiere in Langern zur Strecke gebracht, wie Laurenz berichtet. Schießen und Lebendfallen aufstellen seien die einzigen Möglichkeiten, um einer möglichen Waschbären-Plage Herr zu werden. „Man muss einfach abwarten, wie es sich entwickelt“, ergänzt Gerd Dieckmann.

Aber auch Dieckmann ist der Meinung: „Wenn es zu viele werden, müssen wir handeln.“ Nach Auskunft von Georg Laurenz vermehrt sich die Waschbären-Population pro Jahr um mindestens 300 bis 400 Prozent. Und was passiert jetzt mit dem toten Waschbären vom Kiewitzheidweg? Georg Laurenz: „Den friere ich ein, um ihn meinem Sohn zu zeigen, und danach werde ich das Tier begraben.“

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