Wechsel von Tauwetter und Frost lässt Asphalt aufbrechen

Straßenschäden

WERNE Der Frost hat zugeschlagen: Bröseliger Asphalt, lange Risse - die Straßendecke im Baaken ist ein Trümmerfeld. Ab sofort gilt dort Tempo 10. Und das ist nur der Anfang.

von Von Irene Steiner

, 20.01.2010, 16:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Winter hat auch dieses Jahr die Straßen stark geschädigt.

Der Winter hat auch dieses Jahr die Straßen stark geschädigt.

Denn einen vollständigen Überblick über die Schäden, den der Frost an Wernes Straße angerichtet hat, hat Detlef Bruns, stellvertretender Leiter des Baubetriebshofes noch nicht. Doch er muss kein Hellseher sein, um in den losen Asphaltbrocken deutliche Botschaften zu lesen: "Das alles bestätigt ganz schlimme Vorahnungen", blickt Bruns düster auf die nach der Frostperiode anstehenden Reparaturmaßnahmen im Straßennetz.

Mit der Arbeit anfangen können die Männer vom Bauhof noch nicht, denn für die nächste Woche haben die Meteorologen wieder Dauerfrost angesagt.

Doch auch, wenn das Wetter dann freundlich ist: Die Finanzlage der Stadt lässt keine Freude bei den Instandhaltern aufkommen. "Finanziell sind uns seit einigen Jahren schon die Hände gebunden. Wir werden nicht in der Lage sein, auch nur Arbeiten im Umfang wie im letzten Jahr vorzunehmen", verkneift sich Bruns jede Hoffnung auf grundlegende Sanierung der Straßenschäden. Prioritätenliste wird erstellt

Es wird so gehen wie in den Vorjahren: Im Zusammenspiel mit dem Straßenunterhaltungsbereich der Stadt soll nach dem Winter eine Prioritätenliste erstellt werden. Doch das Geld wird wieder nur für die dringendsten Ausbesserungen reichen. Und das ist, wie man sieht, zu wenig: "Ich glaube, dass sich der Substanzverlust, den wir in den letzten Jahren hinnehmen mussten, in diesem Winter besonders bemerkbar macht", sagt Gisbert Bensch vom Tiefbauamt.

Wobei nicht einmal der Dauerfrost der Feind der Straßendecken ist: "Schlimm ist der schnelle Frost-/Tauwechsel. Und in diesem Jahr war es so eisig, dass auch die Anwohner viel Salz gestreut haben. Morgens taute das Eis, abends gefror es wieder. Deshalb haben wir in diesem Jahr auch besonders viele Schäden auf Gehwegen", so Bensch. Teilweise wurden die schon behoben.

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