Ein Werner ist angeklagt, sich des versuchten sexuellen Missbrauchs eines Kindes schuldig gemacht zu haben. Die Verhandlung beginnt Anfang Februar 2021. © picture alliance / dpa
Prozess um versuchten Kindesmissbrauch

Werne: Amtsgericht lässt Anklage wegen versuchten Kindesmissbrauchs zu

Ein Mann aus Werne ist wegen versuchten sexuellen Kindesmissbrauchs angeklagt. Das Amtsgericht Lünen hat die Anklage der Staatsanwaltschaft zugelassen. Das Verfahren kann somit im Februar starten.

Das Amtsgericht Lünen hat die Klage der Staatsanwaltschaft gegen den Werner, der im Verdacht steht, sich des versuchten sexuellen Missbrauchs eines Kindes schuldig gemacht zu haben, zugelassen. Das bestätige der Pressesprecher und Leiter des Amtsgerichtes Dr. Niklas Novatius am Montag (12. Oktober) auf Nachfrage. Die Sache ist zur Verhandlung am 3. Februar 2021 geplant.

Ende Mai hatten Beamten die Wohnung des 53 Jahre alten Werners durchsucht und Datenträger sichergestellt, nachdem zuvor ein Internetvideo im sozialen Netzwerk Facebook öffentlich geworden war. Darin war zu sehen, wie ein filmender Mann – mutmaßlich ein Mann aus Tönisvorst – auf einen in einem Auto Wartenden zugeht – mutmaßlich der Werner-, ihn des geplanten sexuellen Missbrauchs beschuldigt und ihm mehrfach ins Gesicht schlägt.

Staatsanwaltschaft sieht Tatbestand als nachweisbar an

Eine Staatsanwaltschaft erhebt immer dann Anklage, wenn sie einen Tatbestand als nachweisbar erachtet. Die Staatsanwaltschaft Dortmund hatte die Anklage auch darin begründet, dass sich der mutmaßliche Werner bereits auf den Weg nach Wuppertal gemacht habe, wo er sich mit dem Kind habe treffen wollen. Das Amtsgericht muss nun im Februar klären, ob der Angeschuldigte sich tatsächlich strafbar gemacht hat.

Das Verfahren gegen den Angreifer in dem Video, den Mann aus Tönisvorst, war bereits zuvor eingestellt worden, da der Geschädigte – der mutmaßliche Werner – in dieser Sache keinen Strafantrag gestellt hatte.

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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