Werne: Drei Betrunkene vor giftigem Rauch gerettet

Nachbarin rief die Feuerwehr

Aus einer Keller-Wohnung im Beckingshof in Werne dringt am Montagabend das nervende Piepen eines Rauchmelders. Eine Nachbarin klopft, niemand antwortet. Sie lässt den Alarm nicht auf sich beruhen und ruft sicherheitshalber die Feuerwehr. Das rettet wohl drei Menschen das Leben.

WERNE

, 29.08.2017 / Lesedauer: 2 min

Die drei Bewohner hatten Essen auf dem Herd vergessen. Auf Schellen und Klopfen regt sich nichts, die Wehrleute schlagen die Tür ein. „Die ganze Wohnung war bereits voller Rauch, als wir eintrafen“, sagt Feuerwehr-Sprecher Tobias Tenk auf Anfrage. Plötzlich entdecken die Wehrleute eine Frau (23) schlafend auf einem Sofa im Wohnzimmer.

Die Retter bergen sie schnell aus der gefährlich verqualmten Wohnung und schauen nun genau nach. Im Schlafzimmer finden sie zwei Männer, ebenfalls komatös schlafend. Auch den 40- und den 49-Jährigen können sie rechtzeitig bergen und schließlich alle drei ins Krankenhaus bringen lassen.

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Polizei: "Alle Bewohner waren stark alkoholisiert"

Warum die Bewohner den durchdringenden Alarm des Rauchmelders überhört haben, eine Nachbarin dagegen nicht, ist schnell geklärt: „Alle drei Bewohner waren stark alkoholisiert“, sagt Polizeisprecher Thomas Röwekamp auf Anfrage. Offenbar wollten sie sich etwas zu essen machen und haben dann im Rauschzustand den Herd vergessen. Sie hatten schon viel Rauch eingeatmet und mussten die Nacht im Krankenhaus verbringen.

Der Einsatzalarm ging am Montag, 28. August, um 21.50 Uhr ein. Da die Wehr zuvor bereits einen Einsatz gefahren hatte und gerade die Fahrzeuge an der Wache wieder einsatzbereit gemacht hatte, war sie besonders schnell und mit besonders vielen Kräften vor Ort am Beckingshof. „Eine Zahl von drei Verletzten bedeutet für uns eine besondere Einsatzlage“, sagt Tobias Tenk, sodass automatisch weitere Hilfe aus dem Kreisgebiet angefordert wurde.

Um 22.40 Uhr war für die 40 freiwilligen Einsatzkräfte mit sieben Fahrzeugen Einsatzende. An diesem Einsatz beteiligt waren der Rettungsdienst und Notarzt aus Werne, zwei weitere Rettungswagen aus Lünen und Kamen, der leitende Notarzt, organisatorische Leiter Rettungsdienst sowie die Polizei.

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