Werner Betrüger muss doch nicht ins Gefängnis

Fragwürdige Online-Geschäfte

Aufatmen bei einem 38-jährigen E-Bay-Betrüger aus Werne. Trotz mehrerer Vorstrafen und wirklich düsterer Aussichten gab der Richter ihm eine neue Chance: kein Gefängnis, nur 20 Monaten Haft auf Bewährung. Der Werner hat ein Angebot angenommen, das ihn wieder auf die richtige Bahn bringen könnte.

WERNE

03.04.2017 / Lesedauer: 2 min
Werner Betrüger muss doch nicht ins Gefängnis

ILLUSTRATION - Ein Mann sitzt am 21.05.2014 in Berlin vor einem Computerbildschirm, auf dem die Ebay-Startseite angezeigt ist. Foto: Inga Kjer/dpa (zu dpa «Abgezockt auf Ebay: BGH urteilt im August erstmals zu «Abbruchjägern»» vom 08.06.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Bis zum Jahr 2011 ist die Vorstrafenakte des Familienvaters völlig leer. Was dann in seinem Leben passierte, kann sich der 38-Jährige angeblich auch nicht erklären. Tatsache ist jedoch: Seitdem ist er nun schon fünfmal wegen Betruges verurteilt worden. Immer handelte es sich bei den Taten um fragwürdige Online-Geschäfte.

"Ich weiß nicht, was das sollte"

Zuletzt hatte der Angeklagte über E-Bay reihenweise Mobiltelefone, Spielekonsolen und elektronisches Kinderspielzeug zum Kauf angeboten. Die Kunden fühlten sich von den Schnäppchenpreisen magisch angezogen, überwiesen das Geld – und warteten anschließend vergeblich auf die Lieferung der Ware.

„Es ist so passiert. Ich weiß auch nicht, was das sollte“, gab der 38-Jährige als Erklärung ab. Wirklich überzeugend fanden die Richter das nicht.

Neue Chance ab Mai

Dafür rettete ein anderes Detail den Werner vor dem Gefängnis. Vor ein paar Tagen hat er nach vielen Monaten der Arbeitslosigkeit einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben. Im Mai soll er beginnen – unbefristet und mit der Aussicht auf über 2300 Euro Lohn pro Monat. Diese Chance wollten ihm die Richter dann nicht nehmen.

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