Werner Fachwerkhaus wird ab Ostern saniert

Burgstraße 13

„Einen genauen Zeitplan können wir nicht aufstellen, das geht abschnittsweise“, sagt Architekt Lothar Steinhoff vor dem Hausgerippe an der Burgstraße 13 in Werne. Aber ein Datum steht fest: „Nach Ostern geht’s mit der Fassade los.“ Hier geht es zu den Bildern und einem Video vom aktuellen Stand der Arbeiten.

WERNE

, 11.04.2017 / Lesedauer: 3 min
Werner Fachwerkhaus wird ab Ostern saniert

Vorfreude auf die bald beginnende Sanierung: (v.L.) Denkmalschützerin Dr. Bettina Heine-Hippler, Bauherr Ilir Krasniqi, Maik Schnurawa vom Architekturbüro Steinhoff, Monika Geißler und Ralf Bülte von der Stadt Werne und Architekt Lothar Steinhoff.

In den Wiederaufbau des denkmalgeschützten Fachwerkhauses an der Burgstraße 13 kommt Schwung. Ein Schwung, über den nicht nur Bauherr Ilir Krasniqi froh ist, sondern auch Denkmalpflegerin Dr. Bettina Heine-Hippler: „Die Öffentlichkeit braucht solche Investoren wie Herrn Krasniqi, die aus eigenem Antrieb ein Denkmal erhalten wollen.“

Der freut sich eher im Stillen über das Lob. Zu seiner Motivation sagt er auf Anfrage unserer Redaktion: „Das hat mich gereizt. Das Haus wiederherzurichten ist eine besondere Herausforderung für mich.“

Sanierungs kostet rund eine halbe Million Euro

Eine Herausforderung, die er sich rund eine halbe Millionen Euro kosten lässt. Dafür lässt er das Gebäude gegenüber vom Fahrradgeschäft Möllmann vorne, hinten und beim kleinen Innenhof denkmalgerecht neu entstehen. „Um dem Investor bei den Kosten entgegenzukommen, muss er die Seitenwände nicht so aufwendig renovieren“, sagt Heine-Hippler.

Zwar hat die Stadt Werne bereits einen Antrag auf Bezuschussung genehmigt, doch seien die 6000 Euro Hilfe bei der Fassadensanierung „eher marginal“, so Heine-Hippler.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Die Sanierung eines Fachwerkhauses - Ortstermin an der Burgstraße 13

„Einen genauen Zeitplan können wir nicht aufstellen, das geht abschnittsweise“, sagt Architekt Lothar Steinhoff vor dem Hausgerippe an der Burgstraße 13 in Werne. Aber ein Datum steht fest: „Nach Ostern geht’s mit der Fassade los.“ Hier geht es zu den Bildern und einem Video vom aktuellen Stand der Arbeiten.
11.04.2017
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Ortstermin an der Burgstraße 13. Nach Ostern starten die Aufbau-Arbeiten.© Foto: Jörg Heckenkamp
Blick in das Innere des entkernten Fachwerkhauses an der Burgstraße 13.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die Expertin, Denkmalschützerin Bettina Heine-Hippler, verweist auf sogenannte Abbund-Zeichen. Das sind individuelle Markierungen der damaligen Zimmerleute, anhand derer sich heute Gebäude besser bestimmen lassen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Ein sogenanntes Abbund-Zeichen, eine individuelle Markierung der damaligen Zimmerleute.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die Seitenwände müssen aus Kostengründen nicht denkmalgerecht aufgebaut werden.© Foto: Jörg Heckenkamp
Viel zu tun für die Zimmerleute.© Foto: Jörg Heckenkamp
Viel zu tun für die Zimmerleute.© Foto: Jörg Heckenkamp
Blick in das Innere des entkernten Fachwerkhauses an der Burgstraße 13.© Foto: Jörg Heckenkamp
Blick in das Innere des entkernten Fachwerkhauses an der Burgstraße 13.© Foto: Jörg Heckenkamp
Der Gewölbekeller im hinteren Teil des Gebäudes.© Foto: Jörg Heckenkamp
Der Gewölbekeller im hinteren Teil des Gebäudes.© Foto: Jörg Heckenkamp
Noch gut zu erkennen, die ehemalige Klingel.© Foto: Jörg Heckenkamp
Das Dachgeschoss des aus dem 16. Jahrhundert stammenden Hauses soll große Fensterflächen erhalten.© Foto: Jörg Heckenkamp
Blick aus dem Dachgeschoss auf das gegenüberliegende Fahrradgeschäft.© Foto: Jörg Heckenkamp
Das Dachgeschoss des aus dem 16. Jahrhundert stammenden Hauses soll große Fensterflächen erhalten© Foto: Jörg Heckenkamp
Vorfreude auf die bald beginnende Sanierung: (v.L.) Denkmalschützerin Dr. Bettina Heine-Hippler, Bauherr Ilir Krasniqi, Maik Schnurawa vom Architekturbüro Steinhoff, Monika Geißler und Ralf Bülte von der Stadt Werne und Architekt Lothar Steinhoff.© Foto: Jörg Heckenkamp
Dr. Bettina Heine-Hippler erläutert Besonderheiten des Fachwerkbaus.© Foto: Jörg Heckenkamp
Bauherr und Denkmalschützerin erklären Besonderheiten im Dachgeschoss. Rechts Planungsdezernent Ralf Bülte.© Foto: Jörg Heckenkamp
Blick in das Innere des entkernten Fachwerkhauses an der Burgstraße 13.© Foto: Jörg Heckenkamp
Blick in das Innere des entkernten Fachwerkhauses an der Burgstraße 13.© Foto: Jörg Heckenkamp
Blick in das Innere des entkernten Fachwerkhauses an der Burgstraße 13.© Foto: Jörg Heckenkamp
Blick in das Innere des entkernten Fachwerkhauses an der Burgstraße 13.© Foto: Jörg Heckenkamp
Der frühere Sanitärbereich.© Foto: Jörg Heckenkamp
Blick in das Innere des entkernten Fachwerkhauses an der Burgstraße 13.© Foto: Jörg Heckenkamp
Planungsdezernent Ralf Bülte (2. v. l.) schaut sich mit Architekt Lothar Steinhoff Details der Fassaden-Arbeiten an.© Foto: Jörg Heckenkamp
Blick in das Innere des entkernten Fachwerkhauses an der Burgstraße 13.© Foto: Jörg Heckenkamp
Freut sich über das Engagement von Bauherr Ilir Krasniqi: Denkmalschützerin Bettina Heine-Hippler.© Foto: Jörg Heckenkamp
Blick in das Innere des entkernten Fachwerkhauses an der Burgstraße 13.© Foto: Jörg Heckenkamp
Ein besonderes Detail ist diese aus dem Holz gearbeitete Maske. Sie deutet auf das Alter des Hauses hin. In Werne gibt es Vergleichbares nur noch an einem Fachwerkhaus am Kirchplatz, hinter der Christophorus-Kirche.© Foto: Jörg Heckenkamp
Ein besonderes Detail ist diese aus dem Holz gearbeitete Maske. Sie deutet auf das Alter des Hauses hin. In Werne gibt es Vergleichbares nur noch an einem Fachwerkhaus am Kirchplatz, hinter der Christophorus-Kirche.© Foto: Jörg Heckenkamp
Fenster zum Innenhof.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die Experten schauen sich in dem kleinen Innenhof um.© Foto: Jörg Heckenkamp
Aktuelle Bewohner des Hauses: Tauben.© Foto: Jörg Heckenkamp
Blick in das Innere des entkernten Fachwerkhauses an der Burgstraße 13.© Foto: Jörg Heckenkamp
Blick in das Innere des entkernten Fachwerkhauses an der Burgstraße 13.© Foto: Jörg Heckenkamp
Das stille Örtchen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Viel Arbeit für die Zimmerleute.© Foto: Jörg Heckenkamp
Viel Arbeit für die Zimmerleute.© Foto: Jörg Heckenkamp
Freut sich über das Engagement von Bauherr Ilir Krasniqi: Denkmalschützerin Bettina Heine-Hippler.© Foto: Jörg Heckenkamp
Denkmalschützerin und Architekt im Innenhof des Hauses.© Foto: Jörg Heckenkamp
Der Zimmermann hat auf dem Plan exakt alle Arbeiten zum Wiederaufbau der Fassade markiert.© Foto: Jörg Heckenkamp
Der Zimmermann hat auf dem Plan exakt alle Arbeiten zum Wiederaufbau der Fassade markiert.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die Architekten-Pläne für den Wiederaufbau des denkmalgeschützten Fachwerkhauses Burgstraße 13.© Foto: Architekten-Pläne
Die Architekten-Pläne für den Wiederaufbau des denkmalgeschützten Fachwerkhauses Burgstraße 13.© Foto: Architekten-Pläne
Die Architekten-Pläne für den Wiederaufbau des denkmalgeschützten Fachwerkhauses Burgstraße 13.© Foto: Architekten-Pläne
Die Architekten-Pläne für den Wiederaufbau des denkmalgeschützten Fachwerkhauses Burgstraße 13.© Foto: Architekten-Pläne
Die Architekten-Pläne für den Wiederaufbau des denkmalgeschützten Fachwerkhauses Burgstraße 13.© Foto: Architekten-Pläne
Schlagworte Werne

Vorderfassade soll wie Original aussehen

Wernes Planungsdezernent Ralf Bülte schätzt die geplanten Sanierungsarbeiten hoch ein: „Alle Hölzer, die man erhalten kann, werden erhalten.“

Dazu hat die beauftragte Zimmerei Voß aus Werne bereits einen detaillierten Plan ausgearbeitet. Sie will nach Ostern loslegen und fängt das Haus mit einer stützenden Konstruktion ab, um dann der Vorderfassade das Original-Aussehen zurückzugeben.

 

 

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Ein Beitrag geteilt von Ruhr Nachrichten (@rnlive) am 11. Apr 2017 um 2:30 Uhr

 

Drei Wohnungen mit unterschiedlichen Größen geplant

Kein leichter Job, wie die vielen morschen und defekten Stellen im Holz des aus dem 16. Jahrhundert stammenden Hauses ahnen lassen. Heine-Hippler: „Es stand lange leer, entsprechend groß sind die Schäden.“

Das konnte den Bauherren nicht schrecken, der vor einigen Jahren in derselben Straße einen Neubau hochgezogen hat, an der Burgstraße 5. Drei Wohnungen mit unterschiedlichen Größen will er in das Fachwerkhaus einbauen lassen. Bettina Heine-Hippler kann sich beim Ortstermin schon den Endausbau vorstellen. „Hier im Dachgeschoss sorgen große Fenster für einen ganz hellen Wohnraum.“

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