Werner Familienhelfer brauchen nun selbst Hilfe

Spenden für Wellcome

Das Baby ist da - und alles steht kopf. Junge Eltern können nach der Geburt des ersehnten Kindes ganz schön unter Druck geraten. Nicht nur Mehrlingseltern und Eltern von "Schreibabys" sind häufig nach vielen durchwachten Nächten ausgelaugt und überfordert. Hilfe gibt es vom Familienprojekt "Wellcome" - das wiederum braucht jetzt selbst Hilfe.

WERNE

, 24.01.2016, 11:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Werner Familienhelfer brauchen nun selbst Hilfe

Auch dabei mit einem Stand: wellcome vom Standort Werne.

Seit April 2013 gibt es das „Wellcome“-Angebot' type='' href='http://www.fbs-werne.de/?myELEMENT=268026, das der Förderverein „Fabi for family“ mit finanzieller Hilfe des Lions-Clubs Werne an der Lippe initiiert hat. Die Idee: Ehrenamtliche Helfer besuchen junge Eltern im ersten Lebensjahr des neugeborenen Kindes, um sie für einige Stunden in der Woche zu entlasten.

„Der Lions-Club unterstützt uns für drei Jahre mit 5000 Euro pro Jahr“, berichtet Elisabeth Meßner. Das bedeutet, dass diese Förderung nun ausläuft. „Wir sind weiter auf Spenden angewiesen“, hofft die Wellcome-Koordinatorin auf neue Unterstützung. Denn mit der Bezahlung der Helferinnen lässt sich der Aufwand nicht finanzieren.

Projekt ist auf Spenden angewiesen

20 Familien haben die Wellcome-Hilfe seit 2013 in Anspruch genommen, die mittlerweile neun Helferinnen haben 550 Stunden Arbeit investiert. Aktuell nutzen fünf Familien das Angebot. „Es können gerne noch mehr dazukommen“, wirbt Meßner um „mehr Mut“, sich bei Wellcome zu melden.

„Wer diese Hilfe im ersten Lebensjahr des Kindes in Anspruch nimmt, zeigt damit keine Schwäche. Im Gegenteil.“ Evaluationen der Universitäten in Kiel und Hamburg hätten ergeben' type='' href='http://www.wellcome-online.de/ueber-uns/news/article.html?ADFRAME_MCMS_ID=744, dass Wellcome die Bindung zwischen Eltern und Kindern sogar stärkt: „Dadurch, dass Eltern die Gelegenheit zur Auszeit haben, wird der stressige Alltag entspannt und die Beziehung merklich verbessert.“

Finanzieller Beitrag richtig sich nach dem Einkommen

Ob ein- oder zweimal pro Woche für bis zu drei Stunden – wie oft die Helfer von Wellcome kommen, entscheiden die Familien selbst. Genauso wie die Bezahlung: „Wir schauen immer, was die Familien leisten können“, so Elisabeth Meßner.  

Ehrenamtliche Helferinnen unterstützen junge Familien während des ersten Lebensjahres des neugeborenen Kindes. „Es sind keine Putzfrauen“, sagt Elisabeth Meßner. „Vielmehr kümmern sie sich um die Kinder, damit die Eltern Zeit haben – ob zum Einkaufen, Kraft schöpfen oder einfach mal zum Ausspannen.“

Denn gerade neu zugezogene Familien haben nicht immer ein soziales Netzwerk vor Ort, und die Großeltern sind mitunter noch selbst berufstätig. Trotzdem: „Wellcome in Anspruch zu nehmen, kostet anscheinend immer noch Überwindung“, sagt die Koordinatorin.

Helferinnen sind qualifiziert und erfahren

Das könne natürlich daran liegen, dass man seine Kinder einer fremden Person anvertraut. „Alle Helferinnen sind qualifiziert, und die Familien lernen sie natürlich vorher kennen.“ Es sei auch schon mal vorgekommen, dass es nicht gepasst hat: „Dann gibt es eine neue Helferin.“ Dass das Projekt erfolgreich ist, zeigt die Verweildauer der Familien: „Ein Dreivierteljahr ist die Regel.“  

Kontakt zu Wellcome unter Tel. (02389) 40 02 30.

 

 

 

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