Werner Gymnasien bevorzugen Rückkehr zu G9

Abitur nach 13 Jahren

Die Rückkehr zum Abitur nach 13 Schuljahren – G9 – steht auf der Agenda der neuen schwarz-gelben Landesregierung. Einige Schulen bringen sich bereits in Position – wobei es sich bisher lediglich um Absichtserklärungen handelt. Beide Werner Gymnasien bevorzugen die Rückkehr zu G9.

Werne

, 09.10.2017, 18:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Werner Gymnasien bevorzugen Rückkehr zu G9

Elternvertretung Gotlind Schnabel und Schulleiter Thorsten Schröer luden am Samstag zur ersten Elternrunde des Schuljahres 17/18 ein.

Die Position des Christophorus Gymnasiums:

Thorsten Schröer, Leiter des Gymnasiums St. Christophorus, hatte im Rahmen eines Elternnachmittags am Samstag berichtet, dass das Bistum Münster als Schulträger eine Rückkehr zu G9 favorisiere. „Bedingung dafür ist natürlich, dass es die entsprechenden Gesetze gibt“, so Schröer am Montag auf Anfrage unserer Redaktion.

Allerdings geht bisher niemand davon aus, dass es sich die Politik in Düsseldorf noch einmal anders überlegt. Theoretisch könnte sich das Gymnasium per Schulkonferenz-Beschluss zwar noch gegen seinen Träger stellen – dafür sieht Schröer jedoch keinen Anlass.

Im Gegenteil: „Grundsätzlich finden wir es sogar gut, dass es in diese Richtung geht.“ Beschlossen sei aber noch nichts, weil eben die gesetzliche Grundlage fehle. „Allerdings wird das Thema nun zwangsläufig aufkommen, weil die Tage der offenen Tür anstehen und die Eltern diese Frage natürlich interessiert.“

Die Position des Anne Frank Gymnasiums:

Wie auch immer die Entscheidung ausfallen wird – sowohl Thorsten Schröer als auch sein Amtskollege vom Anne-Frank-Gymnasium, Heinz-Joachim Auferoth, wollen einen Gleichschritt für Werne: „Wir haben hier eine herausragende Kooperation. Dies zu gefährden, wäre der pure Leichtsinn“, erklärte Auferoth im Gespräch mit unserer Zeitung.

Was die Rückkehr zu G9 angeht, habe er bisher noch keine weiterführenden Informationen, als sie bisher in den Medien zu entnehmen waren: „Die Rückkehr zu G9 soll ab 2019 der Regelfall sein, sodass auch die Schüler, die 2018 eingeschult werden, rückwirkend das Abitur nach 13 Jahren machen.“

Sollte eine Schule eine Ausnahme von dieser Regel wollen, müsse sie das per Schulkonferenz beantragen. „Und das kann ich mir für dieses Haus nun wirklich nicht vorstellen“, so Auferoth. Er rechnet damit, dass auf der nächsten Schulleiter-Dienstbesprechung im November offizielle Infos zum weiteren Vorgehen bekannt werden.

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