Werner Kirchplatz hat wieder eine Jesus-Figur

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Jesus ist zurück: Die hölzerne Figur wurde am Mittwoch auf dem Kirchplatz ans verwaiste Kreuz geschlagen. Vandalen hatten vor zwei Jahren die Vorgänger-Figur zerstört. Pfarrdechant Jürgen Schäfer besorgte daraufhin eine neue - ganz zeitgemäß beim Internet-Auktionshaus Ebay.

WERNE

, 14.09.2016, 18:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mittwoch, am katholischen Feiertag Kreuzerhöhung, ist der Mitarbeiter des Werner Steinmetzbetriebes Rüther die Leiter hochgeklettert. Mit dabei: die hölzerne Jesusfigur, die Pfarrdechant Jürgen Schäfer bei Ebay ersteigert hatte. Der 100 Jahre alte, geschnitzte Korpus tritt die Nachfolge der Steinfigur des sogenannten Missionskreuzes an, die Unbekannte im Juli 2014 herabgerissen hatten. Dass sich die Bruchstücke nicht mehr zusammensetzen lassen würden, stand bereits kurz nach der Vandalismustat fest. Seitdem war das 1898, nach einer Gemeindemission, errichtete Kreuz leer.

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Andreas Dieninghoff hat dem neuen Jesus keine Nägel durch Hand- und Fußgelenke getrieben, wie es die Bilder des Kreuzwegs zeigen. Er hat ihn angeschraubt. Eine Edelstahlplatte, die für den frommen Betrachter unsichtbar bleibt, verbinden Steinernes Kreuz und hölzernen Körper. Das war gar nicht so einfach. Denn die geschnitzte Figur ist – typisch Handarbeit – nicht so ebenmäßig, wie es sich der Handwerker bei der Befestigung gewünscht hätte.

Kreuz musste wegen neuer Sakristei umziehen

Auch wenn Andreas Dieninghoff in Drensteinfurt wohnt, kannte er die alte, mutwillig zerstörte Jesusfigur. Als die katholische Kirchengemeinde die neue Sakristei bauen ließ, musste das Kreuz umziehen. Dieninghoff hat es am heutigen Platz wieder errichtet.

 

 

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