Werner offenbar nicht unter 8 infizierten Reiserückkehrern aus Risikogebieten

Coronafälle in Werne

Am Montag hatte der Kreis Unna bekannt gegeben, dass sich 8 Rückkehrer aus Risikogebieten mit dem Coronavirus infiziert haben. Nun ist auch klar, dass die Werner Fälle nichts damit zu tun haben.

Werne

, 28.07.2020, 13:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bei den neuen Fällen aus Werne handelt es sich den Angaben der Stadt Werne nach nicht um Reiserückkehrer aus Risikogebieten.

Bei den neuen Fällen aus Werne handelt es sich den Angaben der Stadt Werne nach nicht um Reiserückkehrer aus Risikogebieten. © Symbolbild picture alliance/dpa

Bei den beiden neuen Coronafällen, die am Montag (27. Juli) in Werne bekannt geworden sind, handelt es sich nach Angaben des Ordnungsamtes der Stadt offenbar nicht um Reiserückkehrer.

Der Kreis Unna hatte am späten Montagabend bekannt gegeben, dass über das vergangene Wochenende 16 neue Coronafälle im Kreis bekannt geworden sind. 8 davon seien auf Reiserückkehrer aus Risikogebieten zurückzuführen. Aus welchen Städten die Reiserückkehrer stammen, dazu wollte der Kreis am Montagnachmittag jedoch keine Angaben machen. Begründung: Man wolle eine Identifizierbarkeit zum Nachteil der Erkrankten vermeiden.

Kordula Mertens, Leiterin des Ordnungsamtes der Stadt Werne, klärte daraufhin am Dienstagmorgen weiter auf: Man gehe davon aus, dass es sich bei den beiden neuen Fällen nicht um Reiserückkehrer handele. Die Feststellung der vergangenen Wochen sei eher, dass Personen vor den verschiedensten Hintergründen positiv getestet würden. Etwa, vor der Aufnahme für eine Operation im Krankenhaus. Oder bei Testungen aus Arbeitsschutzgründen. Oder eben wegen des Kontakts zu einem nachweislich Infizierten.

Vor diesem Hintergrund appelliert Mertens noch einmal daran, die Kontaktlisten etwa beim Besuch eines Restaurants ernst zu nehmen und dort keine Fantasienamen einzutragen. „Die Listen sind total wichtig, sobald man erkennen muss, wer mit wem unterwegs war“, so Mertens. Die Listen sind demnach die Grundlage für die Rückverfolgung von Infektionsketten. „Das ist nur machbar, wenn die Listen ausgefüllt sind“, sagt Mertens.

Derzeit sei die Größenordnung an Corona-Infektionen in Werne überschaubar. Mit Ende der Ferien werde das Thema Reiserückkehrer sicher nochmal ein größeres, schätzt Mertens. Am Montag hatte der Kreis Unna angegeben, dass seit dem 22. Juli 657 Personen aus dem Kreis Unna von Reisen aus Risikogebieten zurückgekehrt sind - darunter die bisher 8 positiv getesteten.

Gesundheitsminister Spahn will Tests verpflichtend machen

Wer aus einem Risikogebiet zurück nach Deutschland kehrt, kann sich an Flughäfen in NRW auf das Virus testen lassen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kündigte an, diese Tests verpflichtend machen zu wollen. Wer die Kosten dafür übernimmt, ist noch nicht abschließend geklärt.

Diese Reiserückkehrer müssen sich dann mit dem Gesundheitsamt des Kreises in Verbindung setzen unter Tel. 02303/276553 und sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Nachdem der Kreis dann eine mündliche Quarantäne verordnet, wird diese nochmal schriftlich vom örtlichen Ordnungsamt mit genauer Dauer der Quarantäne mitgeteilt. Die Quarantäne kann durch einen negativen Test aufgehoben werden. Informationen darüber, welche Länder als Risikogebiete gelten, finden Sie auf der Seite des Auswärtigen Amtes: www.auswaertiges-amt.de

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