Wernerin beobachtet spektakuläre Erscheinung am Himmel

rnHeller Kranz um die Sonne

Am Montagnachmittag (3. August) hat die Wernerin Margret Purzner am Himmel plötzlich einen hellen Kranz um die Sonne gesehen. Was es damit auf sich hat, stellte sich kurz darauf heraus.

Werne

, 04.08.2020, 16:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nichts ahnend saß Margret Purzner am Montagnachmittag (3. August) auf ihrer Terrasse zuhause in Werne. Doch als sie um circa 15.50 Uhr zufällig in Richtung Himmel schaute, sah sie etwas, dass sie vorher noch nie gesehen hatte.

„Ich habe so einen hellen Kranz um die Sonne gesehen“, sagt Purzner. „Das sah sehr beeindruckend aus.“ Die Wernerin machte schnell ein Foto, das sie unserer Redaktion schickte. „Die Farben kommen darauf leider nicht ganz so zur Geltung. Das waren Farben wie an einem Regenbogen“, sagt sie.

Nach der ungewöhnlichen Sichtung informierte sich Purzner im Internet über ihre Beobachtung und fand heraus, dass es sich dabei um den sogenannten Halo-Effekt handeln könnte. So von dem Himmelsspektakel fasziniert, rief Purzner beim WDR an, der ihr ihre Vermutung bestätigte.

40 Satelliten kreisten schon über Werne

„Ich finde es interessant und wundere mich, was sich am Himmel tut“, sagt Purzner. Vor einiger Zeit hatte sie bereits circa 40 Satelliten, die am Himmel zu sehen waren, beobachtet. „Mittlerweile kann ich Satelliten und Flugzeuge gut unterscheiden“, sagt die Wernerin. Außerdem habe sie auch schon einen doppelten Regenbogen über der Stadt gesehen.

Durch ihr Wissen, dass sie sich durch einen Bekannten und eigene Recherche angeeignet habe, wusste Purzner, dass die Wolken am Montagnachmittag „interessant“ gestanden hätten. „Es waren sehr viele Streifen zu sehen. Das war sehr auffällig“, erklärt sie.

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Malte Witt vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Essen bestätigt die Vermutung der 78-Jährigen. „Das vermehrte Auftreten von Eiswolken, oder auch Schleierwolken genannt, begünstigt die Entstehung von Halo-Effekten“, sagt der Metereologe. „Die sind dafür notwendig.“

Damit die Brechungserscheinungen des Lichtes, die für den hellen Kranz um die Sonne sorgen, entstehen können, brauche es Wasser in Eisform. Umso mehr Wolken am Himmel vorhanden seien, desto größer wäre die Chance, dass der Halo-Effekt entstehe.

Nicht jede Sichtung wird dokumentiert

Wie oft dieses Phänomen auftrete, könne Witt nicht genau sagen. „Es ist nicht unfassbar selten und kommt schon öfter vor“, sagt er. Weil nicht jede Sichtung dokumentiert werde, sei es schwierig, eine Zahl zu nennen. Da die Tage im Sommer länger seien und die Sonne deswegen eine längere Zeit zu sehen sei, begünstige das eine Entstehung, vermutet Witt.

Für Marget Purzner war es auf jeden Fall ein besonderes Erlebnis und sie hofft, dass sie diesen Sommer noch den ein oder anderen Halo-Effekt beobachten kann.

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