Den Schaden an ihrem Mietfahrzeug wollte eine Wernerin vertuschen - der Schwindel fiel allerdings auf. © picture alliance/dpa (Symbolbild)
Gericht

Wernerin vertuscht Unfall und handelt sich satte Haftstrafe ein

Weil sie einen Unfall mit einem Mietwagen vertuschen wollte, hat sich eine Wernerin nun eine Haftstrafe von sechs Monaten auf Bewährung eingehandelt. Die Frau hatte bereits mehrere Vorstrafen.

„Es war blöd. Keine Frage“ – Als der Miet-Transporter mit einer Laterne kollidierte, geriet eine Wernerin derart in Panik, dass sie alles tat, um den Unfall zu vertuschen. Damit handelte sich die 32-Jährige ein Verfahren wegen versuchten Betrugs ein.

An sich wollte die Frau mit zahlreichen Vorstrafen, Hafterfahrung und laufender Bewährung nur Gutes tun und einer Freundin beim Umzug helfen. Dafür mietete sie auch das Fahrzeug an. Mit der Laterne rechnete sie dabei allerdings nicht. Als es vor einem Jahr plötzlich krachte, griff sie kurzerhand zur Sprühfarbe und sorgte dafür, dass der knapp 1200 Euro teure Schaden auf den ersten Blick nicht zu sehen war. Dann stellte sie den Transporter auf dem Gelände des Verleihs in Werne ab. Allerdings kamen Malheur und Täuschungsversuch schnell ans Licht.

Drogenvergangenheit und psychische Probleme

Vor Gericht räumte sie die Tat nun sofort ein, titulierte sie als blöd und beteuerte dann, ihr Leben in der Zwischenzeit komplett geändert zu haben. Mit dem Thema Drogen habe sie abgeschlossen und mit einer Therapie stelle sie sich ihren psychischen Problemen.

Zudem wolle sie aus Werne wegziehen. Tatsächlich fiel auch der Bericht ihrer Bewährungshelferin zu ihren Gunsten aus. Die Ehrlichkeit, ihre glaubhafte Reue und die positive Entwicklung sorgten für die vielleicht allerletzte Chance: sechs Monate Haft auf Bewährung.

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