Wernes Feuerwehrchef: „Busse können wir jetzt auch“

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Am 6. Juli 2012 erreichte die Feuerwehr Werne die Einsatznachricht: Ein Schulbus brennt. Der Fahrer des Busses reagierte schnell.

Werne

, 09.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es war ein Schock, als am 6. Juli 2012 die Nachricht von einem brennenden Schulbus bei der Feuerwehr Werne eintraf. „Busse stehen unheimlich schnell im Vollbrand“, erklärt Feuerwehrchef Thomas Temmann – und für die Insassen ist ein Entkommen nicht einfach. In der Enge und bei Panik kann es zur Katastrophe kommen. Doch an jenem Sommertag ging alles glimpflich aus, genau wie bei zwei weiteren Busbränden, mit denen die Feuerwehr Werne in den vergangenen acht Jahren zu kämpfen hatte.

Erste Flammen am Heck

„Also Busse können wir jetzt auch“, sagt Temmann, denn an sich sind solche Einsätze zu ungewöhnlich, als dass man aufgrund ihrer Häufung eine gewisse Einsatzroutine entwickeln könnte. In Werne scheint das anders zu sein: Einmal war es ein Fahrschulbus und der Fahrer schaffte es selbst rechtzeitig ins Freie, beim mit Schülern besetzten Bus reagierte der Fahrer prompt und ließ die Schüler vorne aussteigen, als er den Qualm am Heck bemerkte und bevor sich dort erste Flammen zeigten.

Schaumstoff verbrennt

Doch als die Feuerwehr eintraf, brannte der Bus lichterloh. „Da verbrennt auch viel Schaumstoff, weshalb es dicker, schwarzer Qualm ist, der beim Brand entsteht“, erklärt Temmann. Längst weiß die Werner Feuerwehr, dass sie den Bus dann nicht nur mit Schaum fluten muss, sondern die Tür des Busses auch durch eine Spanplatte zu verschließen hat, damit der Schaum nicht genauso schnell wieder aus dem Bus hinausfließt - und seine Löschwirkung verpufft.

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