Wernes Fußgängerzone soll schöner werden

Hintergründe zur Erneuerung

Der Umbau der Werner Innenstadt geht in die nächste Runde. Nachdem vor drei Jahren Steinstraße und Marktplatz eine Rundum-Erneuerung erhielten, ist im Sommer die Straße Markt an der Reihe. Die Hintergründe zum Projekt, eine interaktive Karte und eine Fotostrecke finden Sie hier.

WERNE

, 05.12.2014, 10:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Michelle Przyrowslai freut sich auf die Neugestaltung der Straße zum Marktplatz. Danach soll es noch mehr Aufenthaltsqualität geben. Planer Martin Rogge will dabei insbesondere die Außengastronomie der Konditorei Telgmann stärken."

Michelle Przyrowslai freut sich auf die Neugestaltung der Straße zum Marktplatz. Danach soll es noch mehr Aufenthaltsqualität geben. Planer Martin Rogge will dabei insbesondere die Außengastronomie der Konditorei Telgmann stärken."

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Pläne zur Umgestaltung der Werner Innenstadt

Der Umbau der Werner Innenstadt geht in die nächste Runde. Was wo genau geplant ist, verraten wir in unserer Fotostrecke.
05.12.2014
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Schön ist anders, meint Planer Martin Rogge. Der Zugang zur Tourist-Info im Sparkassengebäude sei durch die Beton-Blumentröge verstellt. Er hofft, im Zuge der Umgestaltung der Straße auch dort eine Verbesserung zu bewirken.© Foto: Sylvia vom Hofe
Dieses Schild übersehen Autofahrer gerne. Aus alter Tradition fahren sie immer noch in die Straße am Markt, obwohl das verboten ist. Lediglich Autofahrer, die das Hotel ansteuern oder einen der Hinterhöfe sowie Lieferwagen, die die Geschäfte ansteuern, dürfen hinein.© Foto: Sylvia vom Hofe
Der Giebel des Hotels Ickhorn prägt die Eingangssituation in die Straße Markt. Das möchte Planer Martin Rogge so auch unbedingt erhalten. Nicht einmal Fahrradboxen will er vor dem haus aufgestellt wissen - auch weil die selten wirklich schön seien, wie es Gisbert Bensch von der Stadtverwaltung ausdrückte Solcher Freiraum im Zentrum steigere die Aufenthaltsqualität, meint Rogge© Foto: Sylvia vom Hofe
Autofahrer, die aus Richtung Bült oder am Neutor kommen und in die Streaße am Markt hineinschauen, vergessen gerne, dass es sich um eine Fußgängerzone handelt. Parkplätze an der Seite erinnern daran, dass die Straße früher durchfahren werden konnte. Mancher parkt heute noch dort - verbotswidrig. Der kürzeste Weg zum Brötchenholen oder zum Geldautomaten soll künftig notfalls abgenunden werden.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Bonenstraße gehört noch gar nicht zum aktuellen Plangebiet. Sie wird erst umgestaltet, wenn die Straße am Markt bereits fertig ist. Dennoch griff die Verwaltung schon vor. Auf der Straße zum Markt sei bewusst kein Spielgerät vorgesehen, sagte Gisbert Bensch. "Wir denken darüber nach, im Bereich Bonenstraße/Moormannplatz einen zentralen Innenstadt-Spielbereich zu schaffen - vielleicht auch mit speziellen Spielgeräten für Senioren."© Foto: Sylvia vom Hofe
Dieser Streifen mit ebenem Betonstein endet auf dem Marktplatz. Jenseits des Platzes im Bereich des Modehauses Kroes/Sparkasse soll er wieder auftauchen. Die SPD hat vorgeschlagen, ihn über den gesamten Platz hinweg zu führen. Denn viele Menschen beklagten sich über den unebenen Untergrund des Platzes.© Foto: Sylvia vom Hofe
Michelle Przyrowslai freut sich auf die Neugestaltung der Straße zum Marktplatz. Danach soll es noch mehr Aufenthaltsqualität geben. Planer Martin Rogge will dabei insbesondere die Außengastronomie der Konditorei Telgmann stärken."© Foto: Sylvia vom Hofe
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Der Umbau der Werner Innenstadt geht in die nächste Runde. Was wo genau geplant ist, verraten wir in unserer Fotostrecke.
05.12.2014
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Schön ist anders, meint Planer Martin Rogge. Der Zugang zur Tourist-Info im Sparkassengebäude sei durch die Beton-Blumentröge verstellt. Er hofft, im Zuge der Umgestaltung der Straße auch dort eine Verbesserung zu bewirken.© Foto: Sylvia vom Hofe
Dieses Schild übersehen Autofahrer gerne. Aus alter Tradition fahren sie immer noch in die Straße am Markt, obwohl das verboten ist. Lediglich Autofahrer, die das Hotel ansteuern oder einen der Hinterhöfe sowie Lieferwagen, die die Geschäfte ansteuern, dürfen hinein.© Foto: Sylvia vom Hofe
Der Giebel des Hotels Ickhorn prägt die Eingangssituation in die Straße Markt. Das möchte Planer Martin Rogge so auch unbedingt erhalten. Nicht einmal Fahrradboxen will er vor dem haus aufgestellt wissen - auch weil die selten wirklich schön seien, wie es Gisbert Bensch von der Stadtverwaltung ausdrückte Solcher Freiraum im Zentrum steigere die Aufenthaltsqualität, meint Rogge© Foto: Sylvia vom Hofe
Autofahrer, die aus Richtung Bült oder am Neutor kommen und in die Streaße am Markt hineinschauen, vergessen gerne, dass es sich um eine Fußgängerzone handelt. Parkplätze an der Seite erinnern daran, dass die Straße früher durchfahren werden konnte. Mancher parkt heute noch dort - verbotswidrig. Der kürzeste Weg zum Brötchenholen oder zum Geldautomaten soll künftig notfalls abgenunden werden.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Bonenstraße gehört noch gar nicht zum aktuellen Plangebiet. Sie wird erst umgestaltet, wenn die Straße am Markt bereits fertig ist. Dennoch griff die Verwaltung schon vor. Auf der Straße zum Markt sei bewusst kein Spielgerät vorgesehen, sagte Gisbert Bensch. "Wir denken darüber nach, im Bereich Bonenstraße/Moormannplatz einen zentralen Innenstadt-Spielbereich zu schaffen - vielleicht auch mit speziellen Spielgeräten für Senioren."© Foto: Sylvia vom Hofe
Dieser Streifen mit ebenem Betonstein endet auf dem Marktplatz. Jenseits des Platzes im Bereich des Modehauses Kroes/Sparkasse soll er wieder auftauchen. Die SPD hat vorgeschlagen, ihn über den gesamten Platz hinweg zu führen. Denn viele Menschen beklagten sich über den unebenen Untergrund des Platzes.© Foto: Sylvia vom Hofe
Michelle Przyrowslai freut sich auf die Neugestaltung der Straße zum Marktplatz. Danach soll es noch mehr Aufenthaltsqualität geben. Planer Martin Rogge will dabei insbesondere die Außengastronomie der Konditorei Telgmann stärken."© Foto: Sylvia vom Hofe
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„Sie ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Steinstraße und Bonenstraße“,  sagt Planer Martin Rogge. „Unentbehrlich für die Innenstadt.“ Zum Hintergrund: Werne hat zwar eine zusammenhängende Fußgängerzone, das wird aber auf den ersten Blick so gar nicht erkennbar. Denn die Fußgängerzone erstreckt vom Salinenpark am unteren Ende der Steinstraße  quer über dem historischen Marktplatz und die Bonenstraße bis zur Einmündung Bült. Obwohl die Straßen unterschiedlichen Charakter haben, sollen die Passanten überall gleichermaßen willkommen sein und ungehindert bummeln können. Rogge will das durch eine Gestaltung „aus einem Guss“ bewerkstelligen: mit dem so genannten „Werner Pflaster“ und den grauen Leitlinien aus Betonstein.   

Der gelb-weiß verputzte Giebel des Hotels Ickhorn: „Ein echter Glücksfall“, wie Martin Rogge sagt. Denn er gäbe dem Straßenabschnitt ein individuelles Gesicht. Jeder, der vom Bült in die Straße Markt biege, blicke darauf. „Den dürfen wir auf keinen Fall verstellen“ – etwa mit Fahrradständern oder –boxen. Charakteristisch sei außerdem die Außengastronomie des Cafés Telgmann. Wie auch auf dem Marktplatz sei es „ausdrücklich erwünscht“, dass Menschen draußen vor der Tür essen und trinken könnten. „Wir brauchen das genauso wie aktive Einzelhändler.“  

Die Straße Markt ist zwar Fußgängerzone, sieht aber nicht so aus. Rechts und links sind noch die Gehbereiche erkennbar und in der Mitte die Fahrbahn. Auch Parkbuchten von einst sind nach wie vor im Pflaster auszumachen.  Trotz des Verbotsschildes fahren immer noch regelmäßig Autos in die Straße – nicht nur solche, die dafür eine Genehmigung haben, weil sie etwa Geschäfte beliefern oder Gäste zum Hotel bringen. Auch wer schnell eine Überweisung in der Sparkasse abgeben will oder nur eben Brötchen holen möchte, fährt hinein. Damit müsse künftig Schluss sein, meinen Stadtplaner und Planungsausschussmitglieder übereinstimmend.  „Das ist ein Lernprozess“, sagt Martin Rogge. Wenn Appelle, guter Wille und verstärkte Kontrollen nicht helfen, müssen die Poller den Autofahrern das Leben schwer machen. „Ich würde  die nicht gleich aufstellen“, so Rogge. Erst einmal seien nur Hülsen im Boden vorgesehen.  

200.000 Euro hat die Stadtverwaltung veranschlagt. 60.000 Euro zahlen sie aus der eigenen Kasse. Den Rest gibt das Land NRW als Zuschuss. Die Anlieger werden nicht zu Kasse gebeten. Es handele sich um „eine reine Oberflächenerneuerung“.  

Voraussichtlich sechs bis acht Wochen. Die Stadtverwaltung hat dafür die Sommerzeit vorgesehen. Je mehr Leute in Ferien seien, desto weniger würden gestört, meint Gisbert Bensch von der Stadtverwaltung. „Ich denke, wir gehen in zwei Bauabschnitten vor.“ Ganz ohne Behinderungen – und ohne kurzfristige Sperrungen – gehe das aber nicht.

   

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