Wiedereröffnung nach Coronafall: Doch Strobels muss bald wieder schließen

rnGastronomie im Solebad

Nach dem Coronafall wird das Strobels im Solebad Werne in der kommenden Woche wieder eröffnet. Doch kurz darauf muss die Gastronomie erneut schließen, ehe man mit neuem Angebot zurückkehrt.

Werne

, 05.10.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem Coronafall in den eigenen Reihen musste das Strobels im Solebad Werne am 25. September schließen. Alle 14 Mitarbeiter mussten in Quarantäne gehen und einen Test auf Covid-19 machen. Seit Donnerstagabend (1. Oktober) ist klar: Alle Tests sind negativ, kein weiterer Mitarbeiter hat sich mit dem Coronavirus infiziert.

Wie geplant kann die Gastronomie ab Dienstag (6. Oktober) wieder ab 12 Uhr öffnen. Doch kurz darauf müssen die Verantwortlichen erneut die Türen des Strobels‘ geschlossen lassen.

Am Sonntag (18. Oktober) ist der vorerst letzte Betriebstag, wie Björn Lepke, einer der beiden Betreiber des Strobels‘, erklärt. Denn vom 19. bis 29. Oktober ist das Solebad aufgrund der Revisionsarbeiten, die traditionell in die Zeit der Sim-Jü-Kirmes fallen, geschlossen. Auch das Strobels bleibt für die knapp zwei Wochen dicht.

Zelt im Biergarten des Strobels‘ geplant

In den beiden Restaurants - in der Außengastronomie und im Solebereich - stehen laut Lepke dann Wartungs- und Reinigungsarbeiten an. Und der Aufbau des Zeltes im Biergarten. „Damit wollen wir die fehlenden Plätze, die es im Innenbereich aufgrund der Abstandsregeln gibt, ein Stück weit kompensieren“, erklärt Lepke. Demnach gebe es etwa 50 weitere Sitzplätze im Außenbereich.

Rund 200 Quadratmeter groß ist das Zelt, das mit einer Höhe von etwa 5,50 Meter sogar die Platanen überdeckt. Die zierlichen Bäume gehören somit zur Innenausstattung des Zeltes. „Man kann bei dem Zelt auch die Seitenwände hochrollen, wenn es nicht zu kalt ist. Dann fühlt es sich doch noch ein bisschen so an, als würde man draußen sitzen“, erklärt Lepke weiter.

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Auch für Gruppen - etwa für kleine Weihnachtsfeiern - soll es Platz in dem Zelt geben. „Wir haben auf der Fläche gute Möglichkeiten, alle Vorgaben in der Corona-Krise zu erfüllen. Und wir haben eine sehr gute Belüftung“, so der Betreiber.

Demnach wird das Zelt mit einer Ölheizung erwärmt. Durch eine Lüftungsanlage, die laut Björn Lepke 5500 Kubikmeter Luft pro Stunde bewegen kann, gibt es stets eine starke Frischluftzufuhr. Somit könne eine mögliche Übertragung des Coronavirus‘ durch die Aerosolbildung vermieden werden.

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Das neue Zelt samt Ausstattung bedeutet eine hohe Investition für die Betreiber des Strobels‘. Dies sei unumgänglich, erklärt Lepke: „Die andere Option wäre, Mitarbeiter zu entlassen.“ Schließlich musste der Betriebe in der Corona-Krise monatelang schließen.

Neben den geplanten Revisionsarbeiten kam nun vorher noch eine zwangsbedingte Schließung des Betriebs aufgrund des Coronafalls bei einer Mitarbeiterin zum Tragen. „Dass Risiko, dass es einen erwischt, ist nun einmal groß. Natürlich fahren wir keine positiven Bilanzergebnisse in diesem Jahr ein. Aber man muss gucken, wie man damit am besten klar kommt.“

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