Ärger um Finanzierung von Blumenampeln in der Innenstadt

rnWir für Werne

In der Aktionsgemeinschaft „Wir für Werne“ gibt es Unstimmigkeiten. Es geht ums liebe Geld. Nämlich um die Frage, wer in der Innenstadt die geplanten Blumenampeln bezahlt.

Werne

, 18.03.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auslöser der Unstimmigkeit ist ein Schreiben des Vorsitzenden von Wir für Werne, Michael Zurhorst. Er appelliert darin an die Kaufleute der Innenstadt, im Jahr der Solebad-Eröffnung die Patenschaft für solche Blumenampeln zu übernehmen. Kostenpunkt: 195 Euro plus Mehrwertsteuer pro Ampel (inklusive Pflege).

Das stößt bei Hein-Theo Küper vom Modehaus Kroes am Markt auf wenig Gegenliebe. In einem offenen Brief an Zurhorst weist er die Forderungen an die Einzelhändler zurück.

Aktionsgemeinschaft soll für alle Blumenampeln zahlen

„Wenn ich erlebe, wie das fehlende Solebad den Strukturwandel in der Innenstadt beschleunigt und viele Kolleginnen und Kollegen mit dem Rücken zur Wand stehen, dann sollte Wir für Werne alle Blumenampeln zahlen“, schreibt Küper.

Außerdem argumentiert er gegenüber unserer Redaktion mit der guten Kassenlage von Wir für Werne. „Es ist genug Geld vorhanden, um eine solche Aktion komplett zu bezahlen“, sagt Küper.

Wir für Werne bezahlt einen Teil der Ampeln und Bepflanzung

Das sieht Michael Zurhorst auf Anfrage ganz anders. „Wir für Werne bezahlt fünf Ampeln, die vom Eingangsbereich des Solebades Richtung Innenstadt weisen sollen“, so Zurhorst. Außerdem übernehme die Aktionsgemeinschaft die Blumenbepflanzung der inzwischen gerodeten Beete an der Seilscheibe am Parkplatz Hagen.

Der Forderung nach vollständiger Bezahlung aller Blumenampeln in der Innenstadt begegnet Zurhorst mit folgendem Argument. „Bei Wir für Werne sind nicht nur Mitglieder aus der Innenstadt, sondern viele aus dem Außenbereich organisiert.“ Denen könne er schlecht klarmachen, warum aus der allgemeinen Kasse Blumenampeln vor Geschäften in der Innenstadt bezahlt würden.

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