Wird die Werbung aus der Fußgängerzone verbannt?

Gestaltung der Werner Innenstadt

Werbung ja – aber bitte nicht kreuz und quer. Die Verwaltung gibt einen Leitfaden für die Gestaltung der Werner Innenstadt in Auftrag. Die Außenwerbung in der Fußgängerzone soll so reguliert werden. Aufhorchen müssen auch die Gastronomen.

Werne

, 26.02.2018, 16:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Werbung ja – aber bitte nicht kreuz und quer in der Innenstadt. Die Verwaltung gibt deshalb einen Gestaltungsleitfaden in Auftrag.

Werbung ja – aber bitte nicht kreuz und quer in der Innenstadt. Die Verwaltung gibt deshalb einen Gestaltungsleitfaden in Auftrag. © Jan Hüttemann

Viel Geld ist bereits in die Erneuerung – und damit in die Verschönerung – der Werner Innenstadt geflossen. Mit dem Moormannplatz steht in diesem Jahr das nächste Teilstück für die Sanierung an. Damit das neue Erscheinungsbild auch positiv zur Geltung kommt, will die Stadt nun einen Gestaltungsleitfaden für die Innenstadt erstellen lassen.

Ein entsprechender Beschlussvorschlag liegt für die nächste Sitzung des Planungsausschusses am Donnerstag, 1. März, um 17.30 Uhr in der Cafeteria des Stadthauses auf dem Tisch. Dabei geht es jedoch nur um den Auftrag an die Verwaltung, einen solchen Leitfaden mithilfe eines externen Büros zu erstellen.

Werbe-Aufsteller und Beachflags

„Wir wollen schon alle Beteiligten mitnehmen“, betont Planungsdezernent Ralf Bülte im Gespräch mit unserer Redaktion. Konkret soll es um Vorgaben zum Beispiel für Aufsteller und sogenannte Beachflags in der Fußgängerzone gehen.

„Die Politik hat zurecht gesagt, dass es zu schade wäre, wenn die sanierte Innenstadt durch zu starke Werbung ihr Flair verliert“, so Bülte, der natürlich nicht von einem Werbe-Verbot sprechen will: „Werbung ist nötig, das ist klar. Aber wir wollen sie einheitlich regulieren.“

„Fassadengestaltung spielt große Rolle“

Doch in dem Leitfaden, der laut Bülte nicht unbedingt mit viel Text, dafür aber mit vielen Beispielbildern auskommen soll, geht es um mehr als nur die „Störer“ auf dem Boden. „Die Fassadengestaltung spielt ebenfalls eine große Rolle“, sagt der Stadtplaner. Hier will die Stadt vor allem das Erdgeschoss in den Blick nehmen. „Wenn man nach oben schaut, sieht das alles gut aus. Aber weiter unten gibt es Handlungsbedarf.“

Der Leitfaden soll dabei als Unterstützung dienen: „Wenn es zum Beispiel eine Neuansiedlung oder eine Umnutzung gibt, dann müssen wir als Stadt am Ball sein und beratend zur Seite stehen.“

Ein weiteres Thema: die Außengastronomie

Ein weiteres Thema der „Gestaltungsfibel“ werden die Außengastronomie und das Mobiliar der Gaststätten und Kneipen sein. „Eine Sondernutzungsgebühr ist derzeit kein Thema“, stellt Bülte klar. Vielmehr soll im Dialog mit den Gastronomen eine Lösung gefunden werden, die Bestuhlung im Außenbereich ansprechend in das Innenstadtbild zu integrieren.

Derzeit würden laut Verwaltung vier Planungsbüro Angebote erarbeiten. Die Kosten für das gesamte Vorhaben belaufen sich auf insgesamt 40.000 Euro – Personal- und Sachkosten ausgenommen. Da für den Leitfaden 70 Prozent Fördermittel aus der Städtebauförderung bewilligt wurden, beläuft sich der kommunale Anteil auf 12.000 Euro. Das Projekt soll im Frühjahr 2018 starten und in etwa einem Jahr abgeschlossen sein.

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