Zweite Corona-Testreihe an Lütkeheide-Kita in Werne negativ

Coronavirus in Werne

Die zweite Corona-Testreihe an der Lütkeheide-Kita in Werne ist am Donnerstag negativ ausgefallen. Das bestätigte der Kreis Unna auf Nachfrage.

Werne

, 25.06.2020, 15:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
An der Lütkeheide-Kita in Werne sind am Donnerstag die negativen Coronafälle mit einem zweiten Test bestätigt worden.

An der Lütkeheide-Kita in Werne sind am Donnerstag die negativen Coronafälle mit einem zweiten Test bestätigt worden. © (A) Shania Degen

Die zweite Testreihe einer Gruppe an der Lütkeheide-Kita in Werne ist am Donnerstag negativ ausgefallen. Das bestätigte Ende der vergangenen Woche der Kreis Unna auf Nachfrage der Redaktion.

Damit bestätigt der Test die negativen Ergebnisse der ersten Testreihe der betroffenen Kita-Gruppe. Die Gruppe war schon am vergangenen Freitag (19. Juni) getestet worden, nachdem zuvor zwei Kinder positiv getestet worden waren. Bis dato sind 19 Kinder und vier Erzieherinnen aus der Gruppe in Quarantäne.

Für ein Kind der Gruppe steht das zweite Testergebnis allerdings noch aus: Dieses hatte die Ersttestung bei einem Hausarzt durchführen lassen. Das Ergebnis des ersten Tests: negativ. Das Ergebnis des zweiten Tests liege in diesem Fall noch nicht vor, so die Sprecherin des Kreises Unna, Constanze Rauert.

Fälle an Kitas und Schulen in Werne hängen zusammen

Zweite Testungen sind den Leitlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) nach immer dann geboten, wenn der letztmögliche Kontakt einer Person zu einem nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten lediglich 5 bis 7 Tage zurückliegt (Erstexposition). Dies war sowohl im Falle der Kita als auch im Falle der Wiehagenschule der Fall.

Bei den beiden positiv getesteten Kindern der Kita handelt es sich um die Geschwisterkinder eines Kindes, das die Wiehagenschule besucht. Auch dort waren in der vergangenen Woche Coronafälle bekannt geworden. Man könne die Fälle an den Werner Schulen und Kitas auf drei Familien begrenzen, sagte Alexander Ruhe, Jugenddezernent der Stadt Werne dazu am 18. Juni.

Am 12. Juni war ein Infektionsfall bei einem Schüler der Uhlandschule in Werne bekannt geworden, kurz darauf ein Fall in der DRK-Kita „Pfiffikus“ in Werne, bevor die Fälle an der Wiehagenschule und der Lütkeheide-Kita bekannt wurden. Hinter Schulträgern, Schulen und Kitas in Werne liegen zwei intensive Wochen. Alexander Ruhe, Jugenddezernent der Stadt, sagt: „Das ist aber auch unser Job.“

Schulen und Kitas in Werne: „Die mussten viel aushalten“

Vor allem die Schul- und Kitaträger seien in den letzten zwei Wochen gefordert gewesen, diese haben „wirklich ackern“ müssen, so Ruhe. Und täten es auch weiterhin, weil sie dafür sorgten, dass Schulen und Kitas trotz eingeschränktem Regelbetrieb weiter ihr Angebot aufrechterhielten. „Die mussten viel aushalten.“

Auch die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt, den Einrichtungsleitungen und dem Ordnungsamt lobt Ruhe. Egal ob in der Woche oder am Wochenende: „Wir wurden stets schnell informiert, sodass wir immer schnell reagieren konnten.“

Dabei sei immer dieselbe Informationskette bedient worden, so Ruhe: Zunächst wurden die Einrichtungsleitungen befragt, ob Hygieneregeln eingehalten wurden und die Trennung zwischen den Gruppen gewährleistet werden konnte. Dann wurden von den Betroffenen die Kontaktpersonen ersten Grades erfragt. Zeitgleich habe die Stadt immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt des Kreises gehalten. Auch, um die richtigen Informationen nach draußen zu transportieren: „Oft waren es Detailfragen, die geklärt werden mussten. Etwa, warum es 25 Schüler gibt, aber nur 23 getestet werden mussten“, so Ruhe.

Zeitgleich habe die Stadt eine Strategie mit Indizien erarbeitet, um zu entscheiden. wann derartige Fälle die Schließung einer ganzen Einrichtung zur Folge hätten. Etwa dann, wenn beispielsweise Lehrkräfte oder Erzieher Kontakte über eine Gruppe hinaus zu anderen gehabt hätte. Denn dann seien die Ketten schwieriger nachzuvollziehen, so Ruhe.

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