Zwölf Jahre nach Überfall: Mann steht vor Gericht

Spielhalle in Werne ausgeraubt

Mit einer Spielzeugpistole und einer Sturmhaube überfiel ein damals 26-Jähriger das Spielikum-Spielstudio an der Kamener Straße in Werne. Das ist allerdings schon 12 Jahre her und nicht das einzige Kuriosum: Der Mann verlor die knapp 1500 Euro Beute noch in der Nacht des Überfalls. Nun steht er vor Gericht.

WERNE/DORTMUND

23.03.2017, 17:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zwölf Jahre nach Überfall: Mann steht vor Gericht

Vor fast zwölf Jahren überfiel ein maskierter Räuber das Spielikum-Spielstudio. Seit Donnerstag beschäftigt der Fall das Dortmunder Landgericht. Der Angeklagte war erst im September 2016 nach seiner Festnahme im Kosovo nach Deutschland ausgeliefert worden.

Der 36-jährige Familienvater legte gleich zu Beginn der Verhandlung ein Geständnis ab. „Ich war damals spielsüchtig“, sagte er. „Ich brauchte einfach immer Geld.“ Er könne sich noch ganz genau an den 28. März 2005 erinnern. „Ich hatte kurz vorher viel Geld verzockt“, so der Angeklagte. „Genau in dieser Spielhalle.“

Angeklagter verlor die Beute wieder 

Also kaufte er sich eine Sturmhaube und eine Spielzeugpistole und schickte sich an, das Geld „zurückzuholen“. Als er gegen 21 Uhr die Räumlichkeiten betrat, traf er auf eine verschreckte Angestellte und einen Kunden. Beide leisteten keinen Widerstand. Mit rund 1440 Euro in einer weißen Plastiktüte begab sich der Täter auf die Flucht. Viel hatte er von seinem neuen „Reichtum“ aber nicht. „Ich habe noch in der gleichen Nacht alles wieder verloren.“

Auch ohne Geständnis hätte die Staatsanwaltschaft offenbar gutes Beweismaterial gegen den 36-Jährigen gehabt. Wie es heißt, ist an der neben der Spielhalle gefundenen Sturmhaube die DNA des Mannes gesichert worden.

Jetzt lesen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt